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„Helft, meinen Sohn zu finden“

Mithilfe von Tauchern und Sonartechnik wird weiter nach dem 20-jährigen Christian Morgenstern gesucht. Die Mutter wendet sich an die Öffentlichkeit.  

Neben Tauchern suchen auch Polizisten mit Sonartechnik nach dem Vermissten.
Neben Tauchern suchen auch Polizisten mit Sonartechnik nach dem Vermissten. © Dietmar Thomas

Leisnig. Mit Tränen in den Augen beobachten die Eltern von Christian Morgenstern das Geschehen am Muldeufer und im Fluss. Hier, an der Fischendorfer Brücke, waren Jacke, Mütze, Schal und Papiere des 20-Jährigen gefunden worden. 

Am Neujahrstag, Stunden später, als er gegen 3.30 Uhr von Freunden zuletzt gesehen wurde. Wie die Polizei schließen auch die Eltern Dirk und Susan Morgenstern nicht aus, dass sich ihr Sohn möglicherweise andernorts in einer hilfslosen Lage befindet.

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Mit einem Post im sozialen Netzwerk Facebook wendet sich Susan Morgenstern an die Öffentlichkeit: „Unterstützt mich, meine Familie, alle Mitsuchenden: Polizei, Feuerwehr, Suchhunde und Freiwilligen. Ich bitte Euch herzlichst, uns zu unterstützen, ob mit Gebet, Gesang, Tatkraft, Hinweisen, guten Gedanken. Was auch immer ihn verborgen hält, Mensch oder Materie, möge Liebe und Weisheit erfahren und meinen geliebten Sohn freigeben.“

Unterdessen haben am Morgen die Einsatzkräfte ihre Suche wieder aufgenommen. Im Bereich der Brücke kommt erneut Sonartechnik zum Einsatz. Auch die Taucher der Sächsischen Bereitschaftspolizei sind vor Ort. 

Sie hatten am Mittwoch vor allem den Bereich des Mühlgrabens, der zum Wasserkraftwerk führt, Rechen und Feinrechen vor den Turbinen abgesucht. Zum Einsatz kommen sie voraussichtlich im Bereich der Fußgängerbrücke.

Christian „ein Wunschkind, wie alle meine Kinder“, schreibt die Mutter, sei ein lieber, feinsinniger, freundlicher, humorvoller, hilfsbereiter junger Mann, der nach einigen Hindernissen sein Studium in Bernburg begonnen hat. 

Landschaftsarchitekt will Christian werden, um den seit dem Neujahrsmorgen die Familie, zu der die Geschwister Sarah und Elias gehören, Freunde und Bekannte, aber auch viele fremde Menschen bangen. Sie alle bittet Susan Morgenstern: Helft, meinen Sohn zu finden.

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Christian Morgenstern ist etwa 1,80 Meter groß, schlank und hat braune Haare. Er soll mit einer schwarzen Jeans, einer dunklen Strickjacke, einem grün-blauen Oberteil sowie dunklen Schuhen bekleidet sein. Auffällig sind laut Polizei sein Kinnbart und seine Brille (Hier finden Sie ein Foto). Wer hat Christian seit dem Neujahrsmorgen gegen 3.30 Uhr gesehen? Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen.