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Arbeit und Bildung

Herausforderung am Becken

Schwimmmeister müssen sich in diesem Jahr auf Veränderungen einstellen. In Sachsen gibt es noch ein weiteres Problem.

Schwimmmeister haben einen verantwortungsvollen Job. In diesem Jahr kommen einige Neuerungen auf sie zu.
Schwimmmeister haben einen verantwortungsvollen Job. In diesem Jahr kommen einige Neuerungen auf sie zu. © djd

Dresden. Bis zum Start der Badesaison dauert es zwar noch. In den Bäderverwaltungen im Land beschäftigt man sich aber schon jetzt mit einer Neuerung, auf die sich vor allem Schwimmmeister beziehungsweise Fachangestellte für Bäderbetriebe einstellen müssen. Die Schwimmausbildung findet ab diesem Jahr nach veränderten Kriterien statt. Künftig wird es etwa nur noch ein dreistufiges Deutsches Schwimmabzeichen (DSA) in Bronze, Silber und Gold mit identischen Prüfungsleistungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene geben. 

Die bisherige, auch inhaltliche Staffelung wird aufgehoben. Die Anforderungen wurden teilweise verschärft beziehungsweise konkretisiert. Darauf müssten die Schwimmmeister entsprechend achten, heißt es beim Bundesverband Deutscher Schwimmmeister (BDS). Der Verband weist außerdem auf das Problem der mangelnden Schwimmfähigkeit hin. So sind gemäß der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) rund 60 Prozent der Zehnjährigen keine sicheren Schwimmer. Ob die Neuregelung bei der Schwimmausbildung Abhilfe schaffen kann, muss die Zeit zeigen. Ein Problem dabei ist, dass auch in diesem Bereich zunehmen Arbeitsplätze mangels Bewerbern unbesetzt bleiben.

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 So waren im vergangenen Sommer in Sachsen 29 freie Stellen im Bereich der Badeaufsicht gemeldet. Der hiesige Landesverband verwies im selben Zusammenhang auf das Problem der Altersstruktur. So seien immer mehr Schwimmmeister zwischen Görlitz und Zwickau kurz vor dem Rentenalter. Frei werdende Stellen zu besetzen, werde immer schwerer. Schlimmste Konsequenz: Findet sich kein Nachfolger für einen Schwimmmeister, der in Rente geht, müssten Bäder geschlossen bleiben. Denn die Badeaufsicht ist Pflicht – und unabdingbar wie jährlich tragische Badeunfälle zeigen. Beim Bundesverband der Schwimmmeister wirbt man für die Ausbildung zum Fachangestellten für Bäderbetriebe. Die dreijährige Lehre befähigt nicht nur zur Arbeit in Hallen- und Freibädern. Auch im Fitnessbereich und in medizinischen Einrichtungen kommen die Fachangestellten zum Einsatz. (djd, aks)

www.bds-ev.de

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