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Die Herkuleskeule darf wieder ran

Mit gleich zwei Interimsspielstätten kehren die Kabarettisten nach der Corona-Zwangspause zurück. Und sogar unter freiem Himmel.

Erstmals auch unter freiem Himmel: „Hüttenkäse“ mit Hannes Sell, Beate Laaß und Jürgen Stegmann (v.l.).
Erstmals auch unter freiem Himmel: „Hüttenkäse“ mit Hannes Sell, Beate Laaß und Jürgen Stegmann (v.l.). © PR / Robert Jentzsch

Sie hatten sich mit sarkastischen Videokommentaren während der Corona-Zwangspause immer wieder mal bei ihrem Publikum gemeldet, aber natürlich wollten sie endlich zurück auf ihre Kabarettbühne im Keller des Dresdner Kulturpalastes: Die Akteure des Dresdner Kabaretts Herkuleskeule können nun nach rund viermonatiger Zwangspause wieder spielen! Allerdings noch immer nicht im angestammten Saal. Denn nach den aktuellen Hygienerichtlinien des Dresdner Gesundheitsamtes dürfen dort gerade mal 35 von insgesamt 240 Plätzen besetzt werden – wirtschaftlich nicht umsetzbar. Also zieht die Keule nun von Mitte Juli bis zunächst Ende August in gleich zwei Interimsspielstätten um. Eine davon ist dabei quasi fast „zu Hause“: Von Freitag bis Sonntag sind die Kabarettisten ab 17. Juli im Foyer im ersten Stock des Kulturpalastes zu erleben – mit zwei Vorstellungen täglich.

Schon ab 15. Juli wird die Keule außerdem immer mittwochs auf der Terrasse von Schloss Albrechtsberg hoch über der Elbe auftreten. Und das hier sogar unter freiem Himmel. „Mit herrlichem Elbblick und kühlen Getränken“, freut sich Philipp Schaller, seit Januar neuer künstlerischer Leiter der Herkuleskeule. „Es grenzt an ein Wunder, dass sich für die Herkuleskeule unter diesen für die gesamte Kulturbranche schwierigsten Bedingungen überhaupt wieder der Vorhang öffnet“, findet er. Und ist hörbar glücklich über die „unkomplizierte und zügige Zusammenarbeit“ mit dem Kulturpalast und Schloss Albrechtsberg; und nicht zuletzt auch über die „bürokratie-beschleunigte Hilfe der Dresdner Ämter“, so Schaller.

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Drei Aussteiger auf dem Jakobsweg: Eingeschlossen in einer Hütte, ohne Handynetz, ohne WLAN, ohne Hoffnung, aber mit viel Zeit, suchen sie den Sinn des Lebens und finden feuchte Socken.
Drei Aussteiger auf dem Jakobsweg: Eingeschlossen in einer Hütte, ohne Handynetz, ohne WLAN, ohne Hoffnung, aber mit viel Zeit, suchen sie den Sinn des Lebens und finden feuchte Socken. © PR / Robert Jentzsch

Die Vorstellungen, sowohl oben auf Schloss Albrechtsberg sowie „unten“ im Tal, im Kulturpalast, gehen dabei – ebenfalls hygienebedingt – ohne Pause über die Bühne und dauern etwa 75 Minuten. Auf dem Spielplan stehen zunächst die beiden aktuellen Stücke „Hüttenkäse“ und das mit leicht verändertem Titel versehene „Freiheit für Freibier“. Selbstverständlich von den Hausautoren Wolfgang und Philipp Schaller aktualisiert, unterstreicht Arnim Proft, der Geschäftsführer der Herkuleskeule. Er verbrachte die vergangenen Wochen quasi rund um die Uhr am Telefon oder in Büros von Ämtern, um eine Lösung für das Auftrittsproblem zu finden. Schaller Senior undJunior waren derweil mit den Akteuren und Regisseuren dabei, die Stücke so umzuinszenieren, „dass sich die Zuschauer nur noch mit Lachen anstecken können“. Auch Kabarettisten müssen sich heute eben mit Abstandsregelungen, Spuckschutz oder „Vermummung“ befassen …

Zusätzlich auf dem Spielplan stehen das Kultstück „Leise fliehen meine Glieder“, Birgit Schallers Solo „Alarmstufe Blond“, der Abend „Schaller hoch zwei“ – außerdem wird Philipp Schaller sein beliebtes „Manchmal is komisch“ zeigen und sein neues Solostück „Sie mich auch“ wird Premiere feiern.Das alles übrigens ohne höhere Kartenpreise, „so dass unsere Abende für viele Menschen auch in Krisenzeiten bezahlbar bleiben“, freut sich Philipp Schaller.

Der Neustart der Herkuleskeule

Vorstellungen ab 15. Juli

jeden Mittwoch auf Schloss Albrechtsberg 17.30 Uhr und 20 Uhr, 
ab dem 17. Juli freitags und samstags im 1. OG Kulturpalast 17.30 Uhr und 20 Uhr sowie sonntags 16.30 Uhr und 19 Uhr. Im Zuschauersaal herrscht keine Maskenpflicht!
Tickets: 0351 492 5555 

www.herkuleskeule.de

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