merken

Herz-Schmerz? Ja, bitte!

Irmela Hennig schreibt in ihrer Kinokolumne über die Vorstellungen der kommenden Tage.

© Wolfgang Wittchen

Das Team vom Zittauer Kronenkino hat ein Herz für Verliebte. Nun ja, zumindest für romantisch veranlagte Frauen. Ob die Männer mit dem nun Folgenden so glücklich sind, sei dahingestellt.

Wie geht's Brüder

Eine Reportagereise durch Osteuropa 30 Jahre nach dem Umbruch auf Sächsische.de

Jedenfalls – am 14. Februar, dem Valentinstag für Paare und Pärchen – bringt es einen Herz-Schmerz-Klassiker wieder auf die Leinwand. „Dirty Dancing“ läuft ab 20 Uhr, ein Glas Sekt gibt es zur Begrüßung für alle Kinogäste. Und dann den Streifen von Baby und dem Tanzlehrer Johnny, die sich beim Mambo näherkommen, verlieben und schließlich ein Happy End erleben dürfen. Das ist Filmgeschichte. Sorgt bei manch einem für Augenrollen. Darf und muss aber unbedingt auch mal laufen im Lichtspielhaus. Wohlfühlkino zum Kuscheln und Knutschen – daran ist nie was Schlechtes. Und in politisch aufgeladenen, von europäischen und weltweiten Krisen geprägten Zeiten mit allerhand Diskussions-, Kriegs-, Meinungs- und Zeigefingerkino schon gar nicht. Kino darf und soll auch einfach nur mal glücklich machen, unterhalten, den Alltag vergessen lassen.

Vielleicht ebenso mit „Eine bretonische Liebe“ in der Kulturfabrik Hoyerswerda oder mit „The Big Sick“ im Bautzener Steinhaus. Oder gegebenenfalls mit „Loving Vincent“ über den Maler Vincent van Gogh im Offkino Görlitz – Künstler kann man ja immer lieben.

Und mein Tipp an die wenig romantischen Jungs: Augen zu und durch, lächeln und „gerne Schatz“ sagen. Der nächste Horror-Action-Kracher kommt bestimmt!