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Weißwasser

Herzenswunsch: „Zeit mit meiner Mama“

Der Verein „Herzenswünsche Oberlausitz“ ermöglicht einem autistischen Kind und seiner Mutter aus Zittau eine Reise nach Berlin - für beide ein besonderes Geschenk.

Ein Herzenswunsch für den 14-jährigen Gustav aus Zittau geht in Erfüllung. Der von frühkindlichem Autismus betroffene Junge darf derzeit mit seiner Mutter ein langes Wochenende in Berlin verbringen. © Foto: Joachim Rehle

Zittau. Damit hat Gustav nicht gerechnet. Vor ein paar Tagen erfuhr er, dass es nur einen Tag später mit seiner Mutter für ein verlängertes Wochenende nach Berlin geht. Gustav hatte keinen leichten Start ins Leben: Er musste in der 24. Schwangerschaftswoche per Notkaiserschnitt geholt werden und war somit ein extrem unterentwickeltes Frühchen. Mit nur 730 Gramm kam er zur Welt und musste sofort wiederbelebt werden. Lange wurde Gustav von Maschinen am Leben erhalten. Von klein auf hat er unter anderem mit frühkindlichem Autismus zu kämpfen.

Der junge Zittauer war vor fünf Jahren überglücklich, als er gesagt bekommen hat, dass er einen kleinen Bruder bekommt. Leider traf ihn das gleiche Schicksal und er musste in der 27. Schwangerschaftswoche geholt werden. Auf Grund dessen musste Gustav oft auf seine Mutter verzichten. Darum war sein Herzenswunsch, endlich mal wieder ein paar Tage mit ihr allein verbringen zu dürfen.

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Dieser Wunsch kann ihm durch den Weißwasseraner Verein „Herzenswünsche Oberlausitz“ erfüllt werden. Mutter und Sohn bekamen ein langes Wochenende in Berlin geschenkt, unter anderem mit einem Aufenthalt im „Körperwelten-Museum“ von Gunther von Hagens mit einer persönlichen Führung durch von Hagens, sowie einen Besuch im Naturkundemuseum. Am Freitag feiert Gustav seinen 14. Geburtstag – also erwarten ihn weitere tolle Augenblicke. „Ich bin einfach nur sprachlos und überwältigt“, sagt Gustavs Mutter Stefanie: „Er musste vom ersten Tag seines Lebens an kämpfen – wir mussten kämpfen. Das ist an keinem spurlos vorbeigegangen: Krankenhausaufenthalte, Operationen, regelmäßige Untersuchungen, ein Meer aus Therapien ...“

Die Begeisterung stand Gustav ins Gesicht geschrieben, als er vom Überraschungswochenende erfuhr. Auch beim Vereinsvorsitzenden Silko Hoffmann. Der an den Rollstuhl gefesselte junge Mann konnte nur mit Mühe seine Tränen verbergen. Der Verein Herzenswünsche Oberlausitz hat wieder einem schwerkranken Kind ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Er möchte sich beim Team von Gunther von Hagens, den Verantwortlichen des Museums für Naturkunde Berlin und des Hotels Melià in Berlin Mitte für die Hilfe bedanken. Gemeinsam konnte der Herzenswunsch von Gustav erfüllt werden. (red/hl)