merken

Gesundheit

Heuschnupfen bei negativem Allergietest

Neben der allergischen Rhinitis - so der Fachname für Heuschnupfen - gibt es auch die lokale allergische Rhinitis (LAR).

Pollen vom Hasel fliegen bei Temperaturen um 12 Grad Celsius am 25. Februar 2019 durch eine Parkanlage im Berliner Bezirk Mitte (Symbolfoto). © dpa/Wolfgang Kumm

Düsseldorf. Die Pollen fliegen, die Augen jucken, die Nase läuft - doch der Allergietest fällt negativ aus. Also doch kein Heuschnupfen? Nicht unbedingt, sagt Prof. Martin Wagemann vom UniversitätsAllergieZentrum (UAZ) in Düsseldorf. Denn neben der allergischen Rhinitis - so der Fachname für Heuschnupfen - gibt es auch die lokale allergische Rhinitis (LAR). Die Symptome beider Krankheiten ähneln sich, bei der lokalen Rhinitis fallen die üblichen Allergietests aber negativ aus.

Betroffene sollten in solchen Fällen das Gespräch mit ihrem Arzt oder Allergologen suchen, rät Wagenmann in der Zeitschrift "Allergie konkret" (Ausgabe 1/2019). Denn es gibt einen Test, mit dem sich die LAR doch feststellen lässt: die sogenannte nasale Provokation, bei der eine Lösung mit möglichen Allergie-Erregern direkt in die Nase gesprüht wird.

Nasale Provokation ist langwieriger Prozess

Patienten brauchen dafür allerdings viel Geduld, weil sich der Test über Wochen hinziehen kann: Jedes Allergen muss einzeln getestet werden. Zwischen den einzelnen Tests müssen je nach Ergebnis mehrere Stunden oder sogar ein ganzer Tag liegen.

Je nach Schwere der Symptome kann sich der Aufwand aber lohnen. Denn eine LAR ist ebenso behandelbar wie der reguläre Heuschnupfen, erklärt der Experte. Betroffene können also Medikamente wie Antihistaminika oder Cortison-Spray nutzen. Auch eine langfristige Immuntherapie kommt für sie in Frage. (dpa)