merken

Heute gibt’s geschenkte Schlagzeilen

Zum 1. April haben sich diese Dresdner selbst ausgesucht, was sie schon immer mal über sich in der SZ lesen wollten.

© dpa

Bischof Koch führt Karnevalsumzug durch Dresden an

Ich sage es gern: Sachsen ist ein tolles Land. Seit einem Jahr bin ich jetzt hier im Amt und sehr dankbar für diese Fügung. Ohne den Anruf des Dresdner Domkapitels und das Angebot, als Bischof nach Dresden zu kommen, wäre ich jetzt sicher noch in Köln und auch dort sehr zufrieden. Aber ich hätte Sachsen mit seiner atemberaubenden Kultur, seiner spannenden Geschichte und den beeindruckenden Menschen nicht so kennenlernen können, wie mir das jetzt geschenkt wird. Ich bin gern hier und ich bleibe gern hier. Viel fehlt mir hier nicht, sogar die Umstellung von Kölsch und Altbier auf das gute sächsische Bier verlief erfreulich. Aber doch, der Karneval fehlt mir. Einer meiner Mitarbeiter brachte zu einer Besprechung am 11.11. eine Tüte Pfannkuchen mit. Für Dresdner Verhältnisse, so sagte er, sei das schon ein Exzess der Karnevalsfröhlichkeit. Natürlich kann man diese Tradition nicht importieren, deshalb geht meine Schlagzeile wohl auch in Zukunft ins Leere. Aber so gern ich jetzt Dresdner bin, der Karneval wird mich immer mit meiner alten Heimat verbinden. Heiner Koch, Bischof von Dresden-Meißen

Holger John bekommt ein Denkmal auf dem Postplatz

Meine Vision: Ich baue mir auf dem Postplatz ein Denkmal. Ich habe Jonathan Meese gewonnen, mich zu porträtieren. Das Denkmal wird mich, den Retter der Kunststadt, darstellen, in vergoldeter Bronze. Die stehende Figur, in der Hand einen Pinsel, wird neun Meter hoch und blickt auf Dresdens größte Galerie, die Altmarktgalerie. Ich posiere zeitlos auf dem Platz, stellvertretend für die vielen Künstler, die die Stadt erst zur Kunststadt machen. Ein heroisches, überspitztes Denkmal, um der Abwanderung von Künstlern nach Berlin stolz Einhalt zu gebieten. Holger John, Künstler

Anzeige
Durchstarten aus der Krise
Durchstarten aus der Krise

Das Experten-Team der IHK Dresden unterstützt Unternehmen dabei, möglichst schnell wieder zur betrieblichen Normalität zurück zu kehren.

Currywurst-Schwestern öffnen Bude in New York

Für unsere drei neuen Curry & Co-Filialen in London, New York und Tokio haben wir mit viel Fingerspitzengefühl spezielle Wurst-Kreationen entwickelt. Andere Länder andere Sitten – darauf wollen wir uns einstellen, um international so erfolgreich zu sein wie hier in Dresden und in Leipzig. Die Rezepturen bleiben natürlich ein Geheimnis, wie das Coca-Cola-Rezept. Eins aber ist sicher: Der klassische Geschmack der Dresdner Currywurst wird bewahrt und soll historisch wachsen. Expansion ist für uns ein großes Thema und unsere schönste Schlagzeile. Susanne Meyer-Götz, Gastronomin

Gunther Emmerlich bei Bankeinbruch erwischt

In der Dämmerung sind meine Komplizen und ich eingebrochen. Dafür bekommen wir eine Schlagzeile auf der Titelseite mit Exklusiv-Text. Es war eine Dresdner Bank, die in meinem Garten steht. Ich saß mit meinen Freunden drauf, und sie hat unter uns den Geist aufgegeben. Der kommerzielle Schaden ist überschaubar. Zumindest verlange ich keinen Bankenrettungsschirm. Mit vergleichbar aufgeblähten Harmlosigkeiten ist bei Schlagzeilen häufig zu rechnen. Sie sind der Wahrheit nicht immer auf der Spur, aber eine Spur Wahrheit ist immer dabei. Gunther Emmerlich, Sänger und Moderator

Comödien-Intendant tritt beim Eurovision Song Contest an

Meine fiktive Boygroup aus der Komödie „Machos auf Eis“ hat so viele Fans, dass sie sich als deutsche Starter beim Eurovision Song Contest auf genug Stimmen verlassen könnte. Und ich finde, eine Band aus echten Typen, wie Bürger Lars Dietrich, Tim Sander, Mathias Schlung und meiner Person hat auch das Zeug, sich international zu messen – beim Finale. Schließlich brachte es seinerzeit schon Guildo Horn mit Mut zu schrägen Tönen bis in die TopTen. Zwar hat noch keine Plattenfirma angeklopft, aber wir touren als „Machos“ auch dieses Jahr wieder. Christian Kühn, Intendant „Comödie“

Malgorzata Chodakowska baut auf dem Neumarkt

Ich baue einen Springbrunnen auf dem Neumarkt – das wäre eine tolle Schlagzeile. Ich habe auch konkrete Vorstellungen: Auf einer Fläche von 150 Quadratmetern, direkt gegenüber der Frauenkirche, werden zwölf Springbrunnen aus Bronze von mir aufgestellt. Die Figuren, das sind ekstatische Tänzerinnen, Kinder und Engel, die mit dem Wasser spielen. Es entsteht ein lebendiger Platz der Begegnung und Entspannung. Hier sprudelt gute Laune für alle. Ob das realistisch ist, kann ich nicht abschätzen. Am Anfang ist es ein Traum, dann findet sich die Lösung. Malgorzata Chodakowska, Bildhauerin

DSC-Topspielerinnen verlängern bis 2019

DSC-Kapitän Stefanie Karg und Zuspielerin Mareen Apitz zählen zu den Identifikationsfiguren des Dresdner SC. Beide sind in der Talentschmiede ausgebildet worden und zählen zu den Leistungsträgerinnen. Damit haben sie das Interesse bei Top-Klubs aus der Türkei, Aserbaidschan oder Polen geweckt. Damit richtet sich der Blick beider Volleyballerinnen natürlich auch ins Ausland. Ob sie auch 2014/2015 für den DSC auflaufen, ist noch offen. Wenn es nach mir geht, sollten uns die beiden treu bleiben und bis zur „Volleyball-Rente“ für Dresden spielen. Sandra Zimmermann, DSC-Geschäftsführerin