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Heute: Klaus Weidig

Wir stellen die Nominierten vor Der Unternehmerpreis Sachsenist eine Initiative der SZ – mit Unterstützung der Gläsernen Manufaktur von VW, Pricewaterhouse-Coopers und der Badenwürttembergischen Bank.

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Wie ein Gärtner Chef einer Maschinenbaufirma wurde? Klaus Weidig kennt die Antwort. Der Dohnaer hatte 2005 hälftig die Raussendorf Maschinen- und Gerätebau GmbH in Obergurig bei Bautzen übernommen, dazu den Geschäftsführerposten. Mehr noch als heute war der Chefsessel damals kein Ruheplatz, denn der Traditionsbetrieb stand vor dem Aus.

Dem wollte Weidig nicht tatenlos zusehen, immerhin gilt der 152 Jahre alte Betrieb als Keimzelle und Überrest des früheren Mähdrescherwerkes Singwitz. Er knüpfte an die Erfindertradition der Familie Raußendorf im Landmaschinenbau an, schaffte mit Engagement, neuen Strukturen und Geschick die Wende. Heute entstehen mit modernster Fertigung in einer rekonstruierten Papierfabrik, dem neuen Zuhause, wieder Innovationen – zum Beispiel Bindesysteme für Hochdruckpressen. Mitarbeiter sprechen von einer „schöpferisch-zuversichtlichen Arbeitsatmosphäre“, die mit Weidig eingekehrt sei.

Der wird bald 65, will von Rente aber nichts wissen. „Ich kann nicht weg, jetzt macht’s erst richtig Spaß“, sagt er. Seine Ziele: Marktführerschaft bei Bindesystemen, 80 Jobs und acht Millionen Euro Umsatz. (SZ/mr)