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HFC zwingt Wolfsburg in die Verlängerung

Der Drittligist verlangt dem Erstligisten im DFB-Pokal alles ab. Der Außenseiter hat den Favoriten in Unterzahl am Rand der Blamage.

Josip Brekalo (links) und Robin Knoche (rechts) treffen in der Verlängerung für Wolfsburg und freuen sich mit Trainer Oliver Glasner über das Weiterkommen.
Josip Brekalo (links) und Robin Knoche (rechts) treffen in der Verlängerung für Wolfsburg und freuen sich mit Trainer Oliver Glasner über das Weiterkommen. © dpa/Hendrik Schmidt

Halle an der Saale. Ein Krimi zur Premiere: Der VfL Wolfsburg hat sich im ersten Pflichtspiel unter seinem neuen Trainer Oliver Glasner in die zweite Runde des DFB-Pokals gezittert. Der Fußball-Bundesligist gewann am Montagabend beim Drittligisten Hallescher FC erst nach Verlängerung mit 5:3 (3:3, 1:1) und ließ dabei wenige Tage vor dem Punktspielauftakt noch einiges vermissen.

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Vor 13.500 Zuschauern im ausverkauften Erdgas-Sportpark versetzte Felix Drinkuth die Fans des Außenseiters in der 43. Minute mit dem Führungstor in Ekstase. Doch die währte gerade mal 60 Sekunden bis zum Ausgleich durch Torjäger Wout Weghorst (44.). Yannick Gerhardt (49.) und William (70.) brachten Wolfsburg zweimal in Führung. Sebastian Mai (57.) und Mathias Fetsch (90.+1) glichen jeweils aus. Außerdem verlor der Favorit seinen Kapitän Josuha Guilavogui (90.) durch eine Gelb-Rote Karte. In der Verlängerung sorgten Robin Knoche (92.) und Josip Brekalo (94.) für die Entscheidung.

Der Europa-League-Teilnehmer war zwar optisch immer überlegen, doch ihm fiel zunächst wenig ein. Ein Fernschuss von Maximilian Arnold (26.) war die beste Chance. Erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit ging es zur Sache - auf der anderen Seite.

Doppelschlag sorgt für die Entscheidung

Drinkuth zog nach einer zu kurzen Kopfballabwehr aus gut 20 Metern ab und knallte den Ball spektakulär in den Winkel. Die Platzherren führten. Die Gäste schüttelten sich kurz und glichen aus. Neuzugang Joao Victor setzte sich stark auf der linken Seite durch. Seinen Querpass im Strafraum musste Weghorst nur noch in die lange Ecke schieben.

Nach dem Wechsel kam die nächste Ansage der Niedersachsen. Gerhardts Schuss aus gut 18 Metern war zwar nicht sonderlich scharf, aber für HFC-Torwart Kai Eisele zu platziert. Genauso stark war der Ausgleich: Drinkuth flankte auf Mai, dessen Kopfball unhaltbar im VfL-Tor einschlug.

Bei der erneuten Führung nutzte William einen Fehler von Eisele und schob den Ball ins leere Tor. Doch der HFC gab nicht auf. In der Nachspielzeit drückte Fetsch den Lupfer von Bentley Baxter Bahn über die Linie. In der Verlängerung wurde er schließlich geknackt. Knoches Kopfball und Brekalos Flachschuss sorgten für die Entscheidung. (dpa)