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Hier gibt es die meisten Knöllchen

Der Ordnungsbedienstete der Stadt Hartha hat im vergangenen Jahr 490 Mal ein Verwarngeld ausgesprochen.

Von Sylvia Mende

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Der Schulbus hat öfter Probleme von der Karl-Marx-Straße in die Pestalozzistraße einzubiegen. Das passiert genau dann, wenn Fahrzeuge außerhalb der markierten Parkflächen stehen. Deshalb ist der untere Bereich der Pestalozzistraße einer der Kontrollschwerpunkte des Ordungsbediensteten der Stadt. Dazu gehören auch die Bereiche Nordstraße/Weststraße und Nordstraße/Karl-Marx-Straße. Hier werden die meisten Knöllchen verteilt. Dabei handelt es sich um Verwarngelder in einer Höhe von 5 bis 35 Euro. „Wichtig ist, dass wir durch regelmäßige Kontrollen dafür sorgen, dass der Schulbusverkehr nicht behindert wird. Die Pestalozzistraße ist sehr eng. Das war allerdings von der Stadt so gewollt, um den Verkehr auf dieser Straße zu beruhigen“, so Bürgermeister Gerald Herbst (CDU).

Insgesamt 490 dieser Verwarnungen hat der Ordnungsbedienstete im vergangenen Jahr verteilt. Außerdem stellte er Verstöße gegen das absolute Halteverbot das Halten und Parken auf Gehwegen und Parken im Kreuzungsbereich fest. Nach der Neuregelung des Parkens an der Franz-Mehring-Straße war zu vermuten, dass es viele Falschparker im Kreuzungsbereich zur Sonnenstraße gibt. „Doch das ist nicht der Fall“, bestätigte Gerald Herbst.

Der Ordnungsbedienstete verteilt an Kraftfahrer, die ihre Autos oder gar Transportfahrzeuge auf Fußwege stellen, konsequent ab. „Die Wege sind für solch eine Belastung nicht ausgebaut und gehen dadurch kaputt. Die Stadt muss dann die schadhaften Stellen ausbessern lassen und das kostet Geld“, so der Bürgermeister.

Die Stadt ist nur für den ruhenden Verkehr zuständig. Sie darf zum Beispiel keine Geschwindigkeitskontrollen durchführen. Dafür sind das Landratsamt und die Polizei verantwortlich. „Wir können aber unseren Bedarf anmelden. Diese Möglichkeit haben wir zum Beispiel genutzt, als es im vergangenen Jahr Probleme in Kieselbach wegen der Sperrung der S 36 gab. Der Ordnungsbedienstete selbst ist in den Ortsteilen weniger unterwegs. Schwerpunkt ist lediglich die Schule in Gersdorf. „Ansonsten gibt es kaum Hinweise auf Verfehlungen in den Ortsteilen bezüglich des ruhenden Verkehrs“, sagte der Bürgermeister. Das liege sicher daran, dass es auf dem Dorf mehr Möglichkeiten zum Parken gibt. „In den Ortsteilen hat unser Mitarbeiter eher damit zu tun, die Grundstückseigentümer darauf hinzuweisen, dass sie Äste, die auf die Straße ragen, zu schneiden sind, um das sogenannte Lichtraumprofil einzuhalten“, sagte der Bürgermeister.

Grundsätzlich plane die Stadt nicht mit den Einnahmen aus den Verwarnungen. Der Ordungsbedienstete habe aber nicht nur damit zu tun. Viel höher sei der Verwaltungsaufwand, der viel Zeit in Anspruch nimmt. Dazu gehört auch die Bearbeitung von Einsprüchen. Denn nicht jeder, der ein Knöllchen bekommt, zahlt.

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