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Hier gibt's einen Preis für "Vergessene Orte"

Die Hillersche Villa aus Zittau hat für ihr deutsch-tschechisches Projekt eine Auszeichnung erhalten - und gegen über 100 Bewerber durchgesetzt. Damit verbunden sind 5.000 Euro.

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Der Preis in der Kategorie „Mittendrin" - verliehen an das Projekt "Vergessene Orte“ des soziokulturellen Zentrums Hillersche Villa aus Zittau.
Der Preis in der Kategorie „Mittendrin" - verliehen an das Projekt "Vergessene Orte“ des soziokulturellen Zentrums Hillersche Villa aus Zittau. © Pawel Sosnowski

Das Projekt "Vergessene Orte" des soziokulturellen Zentrums Hillersche Villa aus Zittau gehört zu den drei Hauptgewinnern des diesjährigen Generationenpreises im Freistaat Sachsen. Ministerpräsident Michael Kretschmer und Sozialministerin Barbara Klepsch (beide CDU) nahmen die Ehrung am Sonnabend in der Sächsischen Staatskanzlei vor. 

Seit 2011 gibt's das deutsch-tschechische Projekt. Die Idee dazu kam Petra Zahradnickova und Patrick Weißig. "Wir lieben beide unsere Heimatregion, das Dreiländereck und interessieren uns für unsere gemeinsame Geschichte", sagt er. Sie wollten für die deutsch-tschechische Begegnung vergessene und verschwundene Orte der Region neu entdecken. Dazu fanden Fotoausstellungen, kleine Theaterstücke oder große Lichtgrafik-Installationen  in unterschiedlichen Orten beiderseits der Neiße statt.

Seit 2017 werden auch Interviews mit Zeitzeugen über längst verschwundene Plätze geführt. Diese entstandenen Filme kann man dann vor Ort über QR-Code abrufen. Eines hat sich in den Jahren nicht geändert, das generationsübergreifende Teilnehmerfeld. "Sie sind stets zwischen Mitte 20 und Mitte 80 Jahre alt", berichtet Patrick Weißig. "So gibt es nicht nur einen Austausch zwischen verschiedenen Nationen, sondern auch Generationen." Mit der Auszeichnung verbunden ist ein Preisgeld von 5.000 Euro.

Petra Zahradnickova und Patrick Weißig freuen sich sehr über die Anerkennung. "Das schenkt uns natürlich Kraft und Motivation für Kommendes, denn auch in diesem Jahr möchten wir vergessene Orte entdecken", sagt Patrick Weißig. Davon gebe es in der Region sehr viele. Vom 26. Bis 29.September findet das diesjährige Projekt statt. Diesmal in Polevsko, wo vergessene "Arbeitswelten" neu entdeckt werden.

"Es ist beeindruckend und wunderbar zu sehen, was Menschen überall in Sachsen auf die Beine stellen", teilte Michael Kretschmer zur Preisverleihung mit. "Gut zu wissen, dass unter den ehrenamtlich Engagierten viele junge Menschen sind." Tatsächlich seien diese viel verantwortungsbewusster als es oft behauptet werde.

Der Dialog zwischen den Generationen sei für ein gesellschaftliches Miteinander von großer Bedeutung, sagte Barbara Klepsch. Auf der einen Seite die Erfahrung der Älteren, auf der anderen die Ideen der Jüngeren. Hier werde gemeinsam Verantwortung übernommen sich auf Augenhöhe zu begegnen, erklärte sie. "Das stärkt den Zusammenhalt und fördert gegenseitiges Verständnis."

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