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Hier kann bald gemalert werden

Das neue Mehrzweckgebäude des TSV Radeburg wächst. Der Stadtrat hat jetzt grünes Licht gegeben, dass auch der letzte Teil des Zuschusses ausgezahlt wird.

© André Wirsig

Von Sven Görner

Die paar Tage Winter zu Jahresbeginn waren kein Problem. Der Bau des neuen Mehrzweckgebäudes des TSV 1862 Radeburg auf dem Sportplatz an der Jahn-Allee kommt gut voran. „Wir liegen im Plan“, freut sich der Vereinsvorsitzende und Stadtrat René Eilke. „Gegenwärtig bereitet uns der Dachdecker zwar etwas Sorgen, weil er offenbar sehr viele Aufträge hat.“ René Eilke denkt aber trotzdem, dass der Verein das neue Haus Ende April übernehmen kann, um darin die letzten Eigenleistungen auszuführen. „Ein Einzug im Mai ist aus meiner Sicht realistisch“, ergänzt der Vereinschef.

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Schauen, beraten lassen, mit dem Bauherren sprechen. Am 25. Oktober findet eine Baustellenbesichtigung in Döbeln statt.

© André Wirsig
© André Wirsig

In der jüngsten Stadtratssitzung hatten die Räte einstimmig beschlossen, den noch ausstehenden Zuschuss der Stadt in Höhe von 696 525 Euro nach Baufortschritt an den Verein auszuzahlen. Mit dieser Summe wäre dann der vom Stadtrat festgelegte Gesamtzuschuss von maximal 1 260 000 Euro erreicht. Im Jahr 2014 hatte die Stadt bereits für 135 269 Euro Planungsleistungen finanziert, weitere 428 225 Euro waren im vergangenen Jahr für die bereits erfolgten Arbeiten gezahlt worden.

Bürgermeisterin Michaela Ritter (parteilos) hatte die Stadträte über die Auszahlung des letzten Teils des Zuschusses noch einmal abstimmen lassen, da die Stadt für dieses Jahr noch keine gültige Haushaltssatzung hat. Mit der Zustimmung ist nun gewährleistet, dass der Bau planmäßig weitergehen kann.

Insgesamt soll der Neubau – der dann ausreichend Duschen, Umkleideräume, einen Mehrzweckraum und eine moderne Wettkampfkegelbahn mit vier Anlagen sowie dem Vereinsbüro Platz bietet – rund 2,4 Millionen Euro kosten. Neben der großzügigen finanziellen Unterstützung durch die Stadt bekommt die Turn- und Spielvereinigung als Bauherr auch Förderung durch den Freistaat. Der Bescheid in Höhe von knapp einer Million Euro war der erste zur investiven Sportförderung, den Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) im vergangenen Jahr übergeben hatte. Auch der Großteil dieses Geldes wurde bereits ausgezahlt.

Der Verein mit seinen 640 Mitgliedern, davon sind 140 Kinder und Jugendliche, will zum Vorhaben 9 000 Stunden Eigenleistungen beisteuern. Außerdem muss er 50 000 Euro an Eigenmitteln aufbringen. Firmen der Stadt beteiligen sich mit Sachleistungen an dem Projekt.

Inzwischen haben die Sportler bereits viel mitgeholfen. Zuallererst, noch vor dem eigentlichen Baubeginn, waren da im späten Frühjahr die Abrissarbeiten an den alten Gebäuden zu erledigen. Doch auch viele Nebenarbeiten wie Verputzen oder Trockenbau seien ausgeführt worden. „Die Türen haben wir ebenfalls eingebaut“, sagt der Vereinschef. „Jetzt warten wir darauf, dass der Estrich reinkommt, damit wir im Anschluss malern können. Diese Arbeiten übernehmen wir komplett.“

Reichlich zu tun wird es aber auch nach dem Einzug noch geben. Denn zum Projekt gehört auch das Neugestalten der Parkplätze und Außenanlagen. Bis auf einen kleinen Bereich direkt um den Neubau, den eine Firma ausführt, wollen auch das die Sportler selbst erledigen.