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Hier spielt der Tag der Sachsen

Für das Volksfest 2019 in Riesa werden die Weichen gestellt. Dabei denkt man auch an die Anwohner.

Von Christoph Scharf

Riesa. Zehntausende säumen die Straßen, als der Festumzug im Schritttempo vorüber rollt: So wie 1999 soll es auch nächstes Jahr wieder einen Umzug als Höhepunkt des Tags der Sachsen in Riesa geben. Die Route wird ähnlich verlaufen wie damals. Das ist zumindest der derzeitige Stand der Planungen für das Festgebiet (siehe Karte). Die SZ stellt wichtige Aspekte vor.

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Sieben große, viele kleine Bühnen

Auch die Standorte für die großen Bühnen stehen weitgehend fest. „Diesen Monat präsentieren wir die Medienbühne den Radiosendern, die bewerben sich dann um die einzelnen Standorte“, sagt Manuela Langer. Die Chefin der Stadt-Tochter FVG hat schon seit Längerem mit den Vorbereitungen für die Neuauflage des größten sächsischen Volksfests in Riesa zu tun.

Die Standorte der sieben großen Bühnen sind dabei aber nur ein Thema: Sie kommen in die Arena, ins benachbarte Leichtathletikstadion, an den Riesenhügel, auf das Muskator-Gelände, den Mannheimer Platz, den Rathausplatz und an die Elbwiesen. „Dazu planen wir aber noch diverse Bühnen für Vereinspräsentationen und kleinere Programme“, sagt die FVG-Geschäftsführerin. Wie diese sich über das Festgebiet verteilen, wird allerdings erst noch entschieden. Zu beachten ist, dass der Tag der Sachsen zusammen mit dem Riesaer Stadtfest ausgerichtet wird. Besucher sollen deshalb auch Karussells und sonstige Fahrgeschäfte vorfinden. Auch ein Teil des Stadtparks wird voraussichtlich ins Festgelände einbezogen – voraussichtlich für Vereine, die sich gern im Grünen präsentieren wollen: etwa mittelalterlich geprägte Formationen.

Ein Festumzug quer durch die Stadt

Etwa auf Höhe Neways-Elektronik soll er sich aufstellen – der traditionelle Festumzug, der zu jedem Tag der Sachsen dazugehört. Ähnlich wie 1999 wird er durch die Pausitzer Delle führen, vorbei an der Arena. Die war damals gerade erst eröffnet worden. Dann führt der Umzug die Pausitzer Straße hoch zur Trinitatiskirche, daran vorbei und biegt an der Friedrich-Engels-Straße links ab. Dann geht es entgegen der üblichen Fahrtrichtung durch die Einbahnstraße, was sich nach einem Schwenk am Puschkinplatz vorbei auf der Goethestraße wiederholt: Diese durchquert der Festumzug Richtung Poppitzer Platz. Dann kommt ein letzter Linksschwenk in die Külzstraße, wo sich der Festumzug laut derzeitigem Stand bis zum Kreisverkehr am Krankenhaus auflösen soll.

„Es wird noch mehrere Beratungen geben mit Polizei, Stadtverwaltung und Projektleitung, bis sich der Ablauf final entscheidet“, sagt Manuela Langer.

Sonderregeln für Anwohner

Wo der Festumzug lang kommt, darf niemand parken – und auch sonst wird es, wie bei solchen Festen üblich, Einschränkungen für Anwohner geben. „Das Festgelände wird grundsätzlich für den Autoverkehr gesperrt werden“, sagt Manuela Langer. „Aber wir werden Lösungen für Anwohner und andere Betroffene finden.“ Da geht es etwa auch um ambulante Pflegedienste oder den Lieferverkehr zu Geschäften. Denkbar sei etwa eine Zufahrt zu bestimmten Uhrzeiten oder eine Lösung mit individuellen Vignetten. „Die Regeln werden wir noch konkret festlegen.“

Parkplätze außerhalb der Innenstadt

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Während für betroffene Anwohner zentrumsnahe Lösungen zum Parken gefunden werden sollen, favorisiert man bei der FVG für den anreisenden Verkehr große Stellflächen, die bequem von der B 169 aus zu erreichen sind. Das wird sich deutlich von 1999 unterscheiden: Denn da bestand die Bundesstraße in dieser Form noch nicht, sodass die Parkplätze mehr oder weniger rings um die Stadt verteilt worden waren, erinnert sich Dirk Mühlstädt von der FVG. „Damals hatten wir etwa in Röderau-Süd und bei Bobersen Flächen, am Abzweig Wölkisch, am Flugplatz Göhlis und bei Forberge.“ Mehr oder weniger wurden verfügbare Wiesen und Äcker an allen Zufahrtsstraßen genutzt. Dieses Mal sollen vor allem Areale an der B 169 genutzt werden – rechts- wie linkselbisch. Wenige zentrale Parkplätze erleichtern den Pendelverkehr per Bus in die Stadt.