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Hier tappt man im Dunklen

In Pfaffendorf ist es nachts stockduster. Die Beleuchtung funktioniert nicht. Raus geht's mit Taschenlampen.

© Andreas Weihs

Von Katharina Klemm

Pfaffendorf. Seit die Ortsdurchfahrt durch Pfaffendorf saniert wurde, funktioniert die Straßenbeleuchtung ab dem Parkplatz Ortsmitte nicht. So berichten es Bernhard Kuste, der das Gasthaus „Zum Pfaffenstein“ betreibt, sowie Silvia Vietz, Angestellte der Urlaubsoase Lindenhof. Für die Einwohner aber auch die Betreiber von Gastronomie und Ferienwohnungen sei dieser Zustand nicht hinnehmbar. „Das ist eine Zumutung“, sagt Silvia Vietz. Denn jetzt werde es wieder zeitiger dunkel. An die Gäste der Ferienwohnungen, die sie betreut, gibt sie bereits seit Anfang August Taschenlampen aus. Auch Bernhard Kuste will jetzt an der Lampenfront aufrüsten. Denn er bemerkt bereits, dass die Leute nicht mehr so lange draußen sind. Es kommen weniger Gäste zu ihm oder sie gehen eher heim, um nicht im Dunklen rumtappen zu müssen. „Sonst saßen meine Gäste bis 22 Uhr“, sagt er. „Jetzt gehen sie schon um 19.30 Uhr.“ Mit Sorge schauen die beiden auch auf die baldigen Oktoberferien. Dann erwarten sie wieder mehr Gäste im Ort. Schon jetzt haben Silvia Vietz Gäste gefragt, warum sie denn Kurtaxe zahlen, wenn nicht mal das Licht funktioniere.

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Bernhard Kuste lässt nun immer bis er geht das Licht an, sagt er. Für Spaziergänger und Wanderer. Auch am Haus der Feuerwehr brenne nachts Licht. Vietz und Kuste sind sauer. Die Stadtverwaltung habe da wohl etwas verbummelt. Anders können sie sich das nicht erklären. Kuste hat sich bereits an Bürgermeister Tobias Kummer (CDU) gewandt. Dieser schrieb ihm, dass man in der ersten Oktoberwoche beginnen werde, Notlampen zu installieren. Eher habe man kein Material dafür. Für die SZ war Tobias Kummer bisher nicht zu erreichen. Wann in Pfaffendorf ein Licht aufgeht, bleibt also abzuwarten.