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Hier wird dieses Jahr gebaut

13 Millionen Euro will der Freistaat in Straßen der Region investieren. Erneut steht der Radweg Pulsnitz-Kamenz im Plan.

© René Plaul

Von Reiner Hanke

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Sogar bei Matsch und Schneegestöber quälen sich Radler in diesen Tagen an der Staatsstraße 95 zwischen Gersdorf und Weißbach entlang. Für Kraft- wie Radfahrer keine ungefährliche Situation. Vorsichtig schleicht sich ein VW vorbei. So viel Rücksicht nimmt nicht jeder. Deshalb kämpfen Anliegerkommunen schon seit mehr als zehn Jahren für einen Radweg. Nach dem ersten Bauabschnitt Pulsnitz-Steina ist schon wieder jahrelang Pause.

Zuletzt gab es immer wieder Probleme mit dem Grundstückserwerb. Das Landesamt suchte Kompromisse mit den Anliegern. Schließlich starteten die Steinaer sogar eine Unterschriftenaktion im vorigen Herbst. Vielleicht half ja gerade der geballte Bürgerwille, dass das Landesamt für Straßenbau und Verkehr nun wieder mit dem Start der Bauarbeiten für den zweiten Bauabschnitt rechnet, versichert Isabell Siebert, Sprecherin im Landesamt für Straßenbau und Verkehr. Der Start war schon mal für August 2014 geplant und dann abgeblasen worden. So geht es noch immer um gut zwei Kilometer zwischen Weißbach und der Blitzerkreuzung in Gersdorf. Eine Million Euro soll die Strecke kosten. Details wolle die Behörde erst Ende Februar mitteilen. Zwischen Pulsnitz und Kamenz wird der Radweg insgesamt auf einer Länge von über acht Kilometern gebaut. Aber das ist nicht das einzige neue Bauprojekt im Landkreis, dass das Landesamt in diesem Jahr beginnen will.

Einschränkungen auch auf der Autobahn

Insgesamt sind es 16 größere Vorhaben im Kreis Bautzen für 13,3 Millionen Euro. Der größte Brocken ist eine Baustelle an der B 98 in Sohland. Auf knapp drei Kilometern werden dort mit Radweg drei Millionen Euro verbaut. Aber egal wo gebaut wird: Auf der B 97 Richtung Königsbrück/Ottendorf-Okrilla oder auf der A 4 zwischen Bautzen, Ohorn und Dresden – auch in diesem Jahr müssen sich Kraftfahrer auf Einschränkungen einstellen. Zwischen Königsbrück und Rödertal sind die Baustellen überschaubar, aber nicht weniger teuer. In Bischheim wurde bereits im Vorjahr eine marode Stützmauer an der S 105 erneuert. Eine weitere steht für dieses Jahr im Bischheimer Niederdorf im Bereich der Bushaltestelle im Plan. 380 000 Euro veranschlagt die Baubehörde dafür. Und in Königsbrück muss auf der Staatsstraße 100 auf einer Länge von 700 Metern die Entwässerung saniert werden – Kostenpunkt: eine Viertel Million Euro. In Ottendorf-Okrilla wird auf der B 97 ein 2,6 Kilometer langer Abschnitt aus- und ein Radweg angebaut. Hinzu kommt noch der Abbruch einer ausgedienten Bahnbrücke nordöstlich von Schwepnitz im Bereich der B 97 für 250 000 Euro. Wann das alles passiert, wie lange es dauert und mit welchen Sperrungen Kraftfahrer rechnen müssen, geht auch in diesen Fällen aus den Informationen des Landesamtes noch nicht hervor.

Auf der Autobahn A 4 wird zudem zwischen dem Anschluss Ottendorf-Okrilla und dem Autobahndreieck Dresden-Nord von Mai bis Juli die Fahrbahn Richtung Dresden saniert. Von Juni bis August ist die Gegenrichtung zwischen den Anschlüssen Pulsnitz und Ohorn dran. Wenn die Bauleute dort abgezogen sind, erhalten die Anschlüsse Burkau, Uhyst und Salzenforst neue Fahrbahndecken.

Alle schönen Pläne setzen freilich einen positiven Beschluss des Landtages zum Etat voraus. Der steht noch aus. Immerhin hat das Verkehrsministerium die Pläne bestätigt. Darüber hinaus werden alle bereits begonnenen Baumaßnahmen fortgesetzt. Dazu gehört die S 158 in der Rammenauer Ortsdurchfahrt und die Ortsumgehung (S 94) Bernsdorf/Straßgräbchen. Insgesamt plant der Freistaat 2015 für den Staatsstraßenbau mit 160 Millionen Euro, inklusive Fördermittel der EU für neue Projekte. Hinzu kommen 250 Millionen Euro für die Bundesstraßen und Autobahnen.