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Döbeln

Hilfe für die Döbelner Tafeln

Der Lions Club Döbeln unterstützt den Verein Netz Werk. Auch bei den Tafeln normalisiert sich der Betrieb.

Torsten Bruß vom Vorstand des Döbelner Lions Clubs übergibt den symbolischen Spendenscheck für die Döbelner Tafel an die Geschäftsführerin Anne Katrin Koch vom Verein Netz Werk Mittweida.
Torsten Bruß vom Vorstand des Döbelner Lions Clubs übergibt den symbolischen Spendenscheck für die Döbelner Tafel an die Geschäftsführerin Anne Katrin Koch vom Verein Netz Werk Mittweida. © Jens Hoyer

Döbeln. Der Verein Netz Werk Mittweida macht schwere Zeiten durch. Das normale Geschäft des sozialen Trägers etwa in den Sozialkaufhäusern war zum Erliegen gekommen und konnte jetzt erst wieder aufgenommen werden. Und auch die Tafeln sind nur eingeschränkt arbeitsfähig.

Die seien zwar karitative Einrichtungen. Plusminus null sollten sie aber schon arbeiten, meinte Anne Katrin Koch, Chefin des Vereins Netz Werk Mittweida. Als die Stiftung „Life“, die Tafeln in Deutschland unterstützt, ein Soforthilfeprogramm auflegte, zögerte sie nicht lange und fragte beim Lions Club Döbeln wegen Geld nach. Der Vorstand entschied innerhalb kurzer Zeit, 1.000 Euro zu spenden, Die Stiftung Life verdoppelte diese Summe auf 2.000 Euro.

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Der Verein Netz Werk hatte die Arbeit der Tafel zu Beginn der Corona-Krise einschränken müssen. Die Ausgabe erfolgt derzeit nur am Hauptstandort in Döbeln. Ab Montag sollen aber auch wieder die Außenstellen in Hartha, Roßwein und Waldheim bedient werden. Allerdings noch nicht unter normalen Bedingungen. „Wir packen die Kisten mit den Lebensmitteln vor. Die werden dann nur noch herausgegeben“, sagte Anne Katrin Koch.

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In der Region Döbeln versorgt die Tafel um die 140 Haushalte mit günstigen Lebensmitteln. In der Krise sind es noch einige mehr. Auch Kurzarbeiter wurden versorgt. „Geringverdiener, die in Kurzarbeit nur noch 60 oder 67 Prozent des Einkommens bekommen, haben ein Riesenproblem. Die könnten zwar aufstocken lassen, aber viele versuchen, so durchzukommen“, sagte Anne Katrin Koch. Während die Nutzer der Tafel ihre Bedürftigkeit in normalen Zeiten nachweisen müssen, geben die Einrichtungen die Lebensmittel in der Krise ohne Kontrolle heraus. Die Geschäftsführerin glaubt nicht, dass das ausgenutzt wird. „Die Hemmschwelle, zur Tafel zu gehen, ist hoch.“ Bisher sei es auch kein Problem gewesen, die nötigen Lebensmittel zu bekommen. „Die Supermärkte haben ja ganz normal weitergearbeitet.“

Auch die Arbeit der Lions wird von der Krise beeinflusst. Das im Mai geplante Benefizkonzert wird in den Herbst verschoben, sagte Maik Schroeder, der Verantwortliche für Öffentlichkeitsarbeit. Wem das Geld diesmal zugutekommen soll, sei noch nicht festgelegt worden. „Wir werden vielleicht wieder etwas für Kinder machen“, so Schroeder. Die Lions hatten in der Krise bereits die Wohnungsgenossenschaft Fortschritt mit Geld unterstützt. Die hatte ihren über 90 Jahre alten Mitgliedern Obstlandboxen mit Lebensmitteln aus der Region zukommen lassen. „Das waren knapp 50 Stück“, sagte Schroeder.

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