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Zittau

Hillersche Villa verleiht lebendige Bücher

Am Freitagabend findet die Veranstaltung erstmals in Zittau statt, die sich um persönliche Geschichten dreht. Was dahinter steckt?

Die echten Bücher bleiben diesmal zu, dafür öffnen sich echte Menschen.
Die echten Bücher bleiben diesmal zu, dafür öffnen sich echte Menschen. ©  dpa

Die Hillerscher Villa lädt am Freitagabend, 19 Uhr, zur "lebendigen Bibliothek" ein. Nicht Bücher aus Pappe und Papier sind dann auszuleihen, sondern echte Menschen mit ihren Geschichten. 

Das Konzept dahinter: Menschen werden zu Büchern, die ihre Geschichte(n) erzählen. Sie stellen sich den Fragen der Leser. Auf einem kleinen Schild haben sie ihre Geschichte kurz zusammengefasst, ähnlich wie in der Umschlagklappe eines Buches, erklärt die Hillersche Villa. Die Besucher können sich nun ein lebendiges Buch, das sie interessiert, "ausleihen". In einem Vier-(oder Sechs-)Augengespräch erzählen die lebenden Bücher aus ihrem Leben - im Fall des Zittauer Projektes über Erlebnisse, die berühren und geeignet sind, starre Meinungen ins Wanken zu bringen. 

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Mutmachgeschichten, Fluchtgeschichten, Zeitzeugengeschichten – ganz vielfältig können die Bücher sein. Wie in einer normalen Bibliothek gibt es Regeln für die Ausleihe der "Bücher". Diese müssen pfleglich behandelt werden. In der Regel beträgt die "Ausleihe" 30 Minuten, denn auch andere Interessierte möchten eventuell das Buch ausleihen. Das "Buch" entscheidet, was und wie viel Persönliches es aus seinem Leben erzählen möchte und was nicht. Beide Seiten - sowohl das "Buch" wie auch die Leserin oder der Leser können die "Ausleihe" ohne Begründung vorzeitig beenden, so die Hillersche Villa.

Die "lebendige Bibliothek" ist eine erprobte Veranstaltungsform, die bereits in mehreren Ländern Europas vielfach zum Einsatz kommt. Das Anliegen ist: Miteinander reden – nicht übereinander.

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