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Hinweise auf Wölfe verdichten sich

Erneut wird ein Rehkadaver gefunden, diesmal in Mittelherwigsdorf. Unklar ist, ob es einen Zusammenhang zum Spitzkunnersdorfer Fall gibt.

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© dpa

Ist es ein Wolf, der im Gebiet von Spitzkunnersdorf und Mittelherwigsdorf unterwegs ist? Oder sind es sogar mehrere? Diese Fragen stellen sich, nachdem am Dienstagmorgen am Ortsausgang von Mittelherwigsdorf an der Straße nach Spitzkunnersdorf ein gerissenes Reh gefunden wurde. Wie ein Anwohner der Mittelherwigsdorfer Bahnhofstraße berichtete, wurde der Rehkadaver am Morgen auf der Wiese eines umzäunten Grundstückes in Nähe des Eisenbahndamms gefunden. Ein Jäger, der sich den Riss angesehen und ihn dokumentiert hat, habe davon gesprochen, dass es sich eindeutig um einen Wolfsriss handele, erklärte der Anwohner, auf dessen Grundstück das Reh entdeckt wurde.

Bereits am Montagmorgen war auf einem Feld hinter dem Spitzkunnersdorfer Friedhof ein Rehkadaver gefunden worden. Auch in diesem Fall besteht laut Meinung von Jägern kein Zweifel daran, dass ein Wolf gejagt hat. Eine endgültige Bestätigung, dass es sich um einen Wolf handelt, steht aber noch aus – die erhobenen Fakten und Fotos müssen erst ausgewertet werden. Auch im Mittelherwigsdorfer Fall ist noch nicht geklärt, ob ein Wolf dafür verantwortlich ist. Unklar ist darum gegenwärtig auch, ob für die beiden Funde in Spitzkunnersdorf und Mittelherwigsdorf ein Tier verantwortlich sein könnte. Laut Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“ sei es möglich, dass ein Wolf innerhalb eines Tages zwei Rehe reißt. Es bestehe aber auch die Möglichkeit, dass mehrere Tiere in der Gegend unterwegs sind, heißt es aus Rietschen. Bislang ist im südlichen Landkreis noch kein Wolfsrudel nachgewiesen worden, der Status ist unklar. Andererseits gibt es in dieser Region schon mehrere Wolfsichtungen sowie Riss-Meldungen. (SZ/se)

Das Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“ in Rietschen bittet darum, jegliche Informationen zum Wolf (Sichtungen, Losungsfunde, Spuren) zu melden unter Tel. 035772 46762.