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Hinweise zu Quadfahrern gesucht

Es häufen sich die Beschwerden. Doch das Coswiger Ordnungsamt braucht die Mithilfe der Bürger.

© Rolf Ullmann

Coswig. Spaziergänger haben sich zum Jahresende nahe der Straße Am Ameisenhügel von rüpelhaften Quadfahrern belästigt gefühlt. Vier bis fünf Fahrzeuge seien ohne Rücksicht auf Fußgänger mit 40 bis 50 Kilometern pro Stunde durch die Gegend gedonnert. Unter ohrenbetäubendem Lärm. „Es war wie im Krieg“, schilderte ein Mitglied des Ausschusses für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung im Coswiger Rathaus. Die Leute seien erschrocken zur Seite gesprungen und verängstigt gewesen.

Der Berichtende fragte, wie man solche Vorkommnisse künftig verhindern könne. Er schlug vor, in einem abgelegenen Gebiet eine freie Fläche abzugrenzen und speziell für Quads zur Verfügung zu stellen. Als Idee für eine Örtlichkeit nannte er das ehemalige Zellstoffwerk in Kötitz.

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Eine solche Lösung bezeichnete Oberbürgermeister Frank Neupold (parteilos) generell als nicht umsetzbar. Zumal der Krach in Wohngebietsnähe wie in Kötitz nicht zumutbar sei. Ordnungsamtschef Olaf Lier erzählte, dass ähnliche Erfahrungen mit rücksichtslosen Quadfahrern bereits von der Elbe gemeldet wurden. Er bestätigte die erstaunlichen Geschwindigkeiten: „Man bekommt es mit diesen Fahrzeugen durchaus hin, 50 bis 60 Sachen auf den Elbwiesen zu fahren.“

Auf SZ-Nachfrage erklärte er, dass Quads weder im Wald noch an der Elbe erlaubt sind. Es gäbe ein Waldgesetz und Bestimmungen für Landschaftsschutzgebiete. Auch auf dem Elberadweg seien diese Fahrzeuge nicht zulässig. (ukl)