merken
Deutschland & Welt

Trockener Juli endet mit Hitze

Der Monat war laut Meteorologen erheblich zu trocken und lag über dem Temperaturdurchschnitt. Zum Schluss heizt er nochmal ein.

Radfahrer sind auf dem Elberadweg in Dresden unterwegs.
Radfahrer sind auf dem Elberadweg in Dresden unterwegs. © Archiv/dpa/Robert Michael

Offenbach. Mit einer kurzen, aber intensiven Hitzewelle verabschiedet sich ein viel zu trockener Juli. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) bilanzierte nach einer ersten Auswertung von rund 2000 Messstationen am Donnerstag: Der Juli war insgesamt warm, mit deutlich zu wenig Niederschlag und viel Sonnenschein.

Mit 17,7 Grad lag der Temperaturdurchschnitt um 0,8 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Gegenüber der Vergleichsperiode 1981 bis 2010 war der Juli 2020 dagegen 0,3 Grad zu kalt. Die bundesweit tiefste Temperatur registrierte Deutschneudorf-Brüderwiese im Erzgebirge am 12. Juli mit 1,1 Grad. Hier gab es sogar leichten Bodenfrost.

Late Night Shopping Dresden
Late Night Shopping Dresden
Late Night Shopping Dresden

Zur langen Einkaufsnacht unter dem Motto "Late Night Shopping" lädt das City Management Dresden am Freitag, 2. Oktober, in die Dresdner Innenstadt ein. Vom Neumarkt an der Frauenkiche bis zur Prager Straße beteiligen sich zahlreiche Händler und die großen Einkaufsgalerien an der Aktion.

Sonnenblumen stehen auf einem Feld bei Seifersdorf.
Sonnenblumen stehen auf einem Feld bei Seifersdorf. © dpa/Robert Michael

"Völlig anders zeigte sich der Juli in Süddeutschland", berichtete der DWD: Rheinfelden und Regensburg meldeten zehn Tage mit mehr als 30 Grad. Aber die Hitzespitze kommt erst noch: "Mit Werten über 35 Grad werden die Monatshöchstwerte voraussichtlich erst am 31. Juli erreicht", sagte der DWD voraus.

Mit rund 50 Litern pro Quadratmeter erreichte der Juli nur 65 Prozent seines Solls (78 Liter). Gebiete, in denen das Niederschlagssoll erfüllt wurde, lagen meist im Süden und im hohen Norden. Am 2. Juli verzeichnete Murnau am Staffelsee mit 96,8 Litern pro Quadratmeter die bundesweit höchste Tagesmenge. Am nassesten war es mit bis zu 240 Litern in den Chiemgauer und Berchtesgadener Alpen. Im Südwesten fielen hingegen gebietsweise nur knapp 10 Liter pro Quadratmeter.

Weiterführende Artikel

Dresden: Rekord beim Wasserverbrauch

Dresden: Rekord beim Wasserverbrauch

Am letzten Julitag wurde mit knapp 152 Millionen Litern das bisherige Jahreshoch in Dresden erreicht. Warum der Wasserverbrauch seit Jahren steigt.

Das Wochenende wird heiß

Das Wochenende wird heiß

Der Sommer legt jetzt so richtig los. Es wird bis zu 34 Grad warm - doch Abkühlung ist schon in Sicht.

"Die Sonnenscheinbilanz wies im Juli 2020 ein deutliches Nord-Süd-Gefälle auf", schrieben die Statistiker. Die Sonne schien mehr als 230 Stunden - das waren 9 Prozent über dem Soll (212 Stunden). Am meisten zeigte sich die Sonne im Westen und der Mitte Baden-Württembergs sowie dem westlichen Bayern. In Ostfriesland, der Mitte und im Norden Schleswig-Holsteins schien sie am wenigsten.  (dpa)

Mehr zum Thema Deutschland & Welt