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Leben und Stil

Hitze kann E-Autos ausbremsen

Der Akku ist das Herzstück eines Elektroautos. Doch hohe Außentemperaturen können die Leistung beeinträchtigen. So bleibt der Akku fit.

Hohe Außentemperaturen können die Leistung von E-Autos beeinträchtigen. Ein gutes Akku-Managment kann da weiterhelfen.
Hohe Außentemperaturen können die Leistung von E-Autos beeinträchtigen. Ein gutes Akku-Managment kann da weiterhelfen. © Zacharie Scheurer/dpa

Berlin. In der Gluthitze kann es nicht nur im Auto sehr heiß werden. Bei E-Autos stellt sich zudem die Frage: Wie gut vertragen die Akkus die Hitze? Die Sachverständigenorganisation KÜS hat Tipps parat:

Die in E-Autos in der Regel verbauten Lithium-Ionen-Akkus funktionierten in einem Temperaturfenster von etwa 15 bis 35 Grad Celsius gut. Bei niedrigeren Temperaturen steige der elektrische Widerstand der Batterie an, wodurch die Leistung sinke. Im Winter führt dies beispielsweise zu einer verringerten Reichweite des Autos.

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Temperaturen oberhalb von 35 Grad hingegen wirken sich negativ auf die Lebensdauer der Batterie aus - und damit auch auf die Reichweite des Fahrzeugs. Ein weiterer Nachteil bei Hitze: Die Ladeleistung fällt geringer aus, wodurch sich die Ladezeit verlängert.

Temperaturüberwachung und Thermomanagement

Als sicherheitskritisch gelten aber erst Batterietemperaturen von über 120 Grad. Dann kann es zu Kurzschlüssen und chemischen Reaktionen kommen, warnt die KÜS. Eine vom Hersteller eingebaute Temperaturüberwachung sorge aber dafür, dass sich der Akku vorher abschaltet. Manche Modelle besitzen eingebaute Thermomanagement-Systeme. Diese sorgen dafür, dass die Batterietemperatur im optimalen Bereich bleibt.

Mit der richtigen Pflege kann man aber die Lebensdauer seines Elektroauto-Akkus gut beeinflussen, so die Experten - und empfehlen einen Ladezustand zwischen 40 und 80 Prozent. Ein Laden und Entladen in diesem Bereich stresse den Akku weniger, dies habe einen positiven Einfluss auf die Lebensdauer. Gerade bei kurzen Strecken sei ein Ladezustand in diesem Bereich zu empfehlen.

Nicht vollständig laden

Auch bei längeren Strecken sollte der Akku nicht vollständig geladen werden, sondern maximal bei 90 Prozent liegen. Denn: Ein voll geladener Akku altert schneller.

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Wird das Fahrzeug länger nicht bewegt, wird eine Akkuladung von etwa 50 Prozent empfohlen. Grundsätzlich sollte man ein Leerfahren unter 15 Prozent vermeiden, da das die Alterung des Lithium-Akkus beschleunigt. Und wenn es dann in ein paar Monaten wieder kälter wird: Am besten gleich nach der Fahrt aufladen, wenn der Akku schon warm ist. (dpa)

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