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Hitzeschlacht an der Alten Wasserkunst

Das Wetter meinte es fast zu gut am Sonnabend, als am Bautzener Wahrzeichen gefeiert wurde. Das Spektakel geht noch bis Sonntagabend.

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© Carmen Schumann

Von Carmen Schumann

Bautzen. So richtig gemütlich wurde es erst am Abend. Am Sonnabendnachmittag blieben an der Alten Wasserkunst noch einige Sitzplätze frei, als junge Talente vom Bautzener Steinhaus das Publikum mit Gospel und Schlager vortrefflich unterhielten. Die Sonne meinte es fast zu gut an diesem letzten August-Wochenende, an dem in Bautzen traditionell das Wasserkunstfest mitsamt Puppenspielfest gefeiert wird.

Bilder vom Bautzener Wasserkunstfest

Allerlei Abwechslung

Letzteres findet nun schon seit einigen Jahren auf dem Hof des Freizeit-Puppenspielers Ekkehart Heute auf der Straße Unterm Schloß statt. Dorthin strömten vor allem Familien mit Kindern. Denn neben den Auftritten verschiedener Puppenbühnen sorgte das Steinhaus und das Reitsportzentrum Lindenhöhe für allerlei Abwechslung für die Kleinen. Und dort, auf dem schattigen Hof in der Nähe der Spree, ließ sich auch die Hitze gut aushalten. Viele Zuschauer hatte Lutz Männel aus Oppach mit seinem Märchenstück „Von einem der auszog, das Fürchten zu lernen“. Während die Kinder gespannt dem Fortgang der Handlung folgten, amüsierten sich die Erwachsenen über die aktuellen Bezüge, die der Puppenspieler einflocht.

Legendäre Versteigerung

Zwischen den Stücken unterhielten Laienmusiker das Publikum mit unaufdringlicher Hintergrundmusik. „Wir treten immer in unterschiedlicher Besetzung auf“, sagte Stefan Lehnert, der Gitarre spielt. Da die Gruppe über keine „Rampensäue“ verfügt, fühle man sich in der Rolle als Backgroundmusiker recht wohl, sagte Pianist Jörg Kamenz. Bevor auf dem Areal vor der Alten Wasserkunst die Jazz Company aus Chemnitz zu den Instrumenten griff, versammelte die legendäre Versteigerung ordentlich viel Publikum vor der Bühne an der Michaeliskirche. Die beiden Auktionatoren mit ihren schwarzen Zylindern und weißen Westen, Christian Herrmann und Christoph Koban, kamen mit dem zu versteigernden Tandem angeradelt. Die zu versteigernden Exponate wurden diesmal nach Themengruppen eingeteilt. Los ging es mit Essen und Trinken. Ein sehr schönes altes Bierglas mit dem Wappen der Bautzener Brauerei fand sehr schnell seine Liebhaber. Und auch die meisten nostalgischen Exponate fanden ihre Käufer. Der Erlös der Versteigerung dient zur Finanzierung des Festes, das der Wasserkünstler Tilo Rosjat privat auf die Beine stellt.

Weitgereister Besuch

Zu dem Fest kamen nicht nur Bautzener, sondern auch Besucher von weiter her. So auch Wolfgang Schmidt-Brücken aus Erfurt. Die Kulisse für das Fest sei einzigartig, befand er. Und er freute sich über die sehr entspannte und natürliche Atmosphäre. Gut fand der Erfurter auch, dass keine Dudelmusik gespielt wird und somit der Charakter der Örtlichkeit gewahrt bleibt. Der Gast aus Erfurt begeisterte sich auch über den herrlichen Rundblick, den man vom Turm der Wasserkunst aus hat.

Das ist am Sonntag los

Ab 12 Uhr Großer Trödelmarkt

12.15 Uhr Blasmusik aus Großdubrau

15.30 Uhr Dixieflowers

19 Uhr Bautzener Blechblasensemble

ab 14.30 Uhr Puppenspielfest, Unterm Schloß 48

Puppentheater Eckstein: „Schneewittchen und die sieben Zwerge“

Wandertheater Schwalbe: „Der Frieder und das Katerlieschen“

Puppenbühne „Die sagenhafte 48“: „Die Sage vom Geist auf dem Petrikirchhof“

www.altewasserkunstbautzen.de