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Weißwasser

Hitzewelle rollt auf Weißwasser zu

Der Juli war deutlich zu trocken Juli. Jetzt kündigt sich neue Hitze an.

Wenn die Hundstage mit großer Hitze kommen, ist man im Tierpark Weißwasser gerüstet – wie im vorigen Jahr, als Praktikant Ben Gebler den Bunten Bentheimer Schweinen mit dem Wasserstrahl eine willkommene Abkühlung bescherte.
Wenn die Hundstage mit großer Hitze kommen, ist man im Tierpark Weißwasser gerüstet – wie im vorigen Jahr, als Praktikant Ben Gebler den Bunten Bentheimer Schweinen mit dem Wasserstrahl eine willkommene Abkühlung bescherte. © Archiv: Joachim Rehle

Weißwasser sollte den Regen genießen. „Bei uns ist er schon wieder abgezogen“, sagt Cathleen Hickmann. Sie ist Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Leipzig. „Wir haben jetzt zwei Tage zum Durchlüften“, erklärt sie.

Nach dem regnerischen Montag sind auch am Dienstag noch Niederschläge in der Lausitz möglich. „Ab Mittwoch geht es mit den Temperaturen steil bergauf“, dann erreicht das neue Hochdruckgebiet die Oberlausitz. Ab Freitag mit fast schon anstrengenden Temperaturen von bis zu 34 Grad, „viel Sonnenschein, kein Niederschlag“, erklärt Cathleen Hickmann.

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Der Sommer hatte in Weißwasser deutlich entspannter – kühler und regenreicher – begonnen als in den beiden Vorjahren. Der Mai war, gemessen am langjährigen Mittel, zwar sehr sonnenscheinreich, aber dennoch etwas zu kühl, nur leicht zu trocken. Im Juni lagen die Niederschlagswerte dann deutlich über dem langjährigen Mittel, durch Starkniederschläge im Isergebirge gab es sogar Neißehochwasser. Der Juli ist dagegen nun wieder etwas wärmer als üblich – vor allem aber deutlich zu trocken ausgefallen.

Nur 30 Prozent des Regen-Solls

Nur 30 Prozent des Solls hat es in der Lausitz im Juli geregnet: 21,3 Liter pro Quadratmeter. Das langjährige Mittel liegt für einen Juli bei 70,1 Litern. Der niederschlagsreichste Tag war der 8. Juli mit 5,9 Litern pro Quadratmeter. Es war mit 13,2 Grad auch der im Schnitt, also Tageswerte zusammengerechnet, kühlste Tag. Zwar gab es, gerade in der ersten Julihälfte, Tiefausläufer mit Gewitter und Niederschlägen aus Richtung Westen, die aber nicht bis in die Oberlausitz zogen, erklärt Cathleen Hickmann. „Sie hatten sich vorher schon abgeregnet.“ Rekordtrocken war es dennoch nicht. Der trockenste Juli seit Beginn der Wetteraufzeichnungen war der im Jahr 2006, als zum Beispiel in Görlitz insgesamt lediglich sieben Liter Regen pro Quadratmeter gefallen waren.

Erster Hitzetag war schon dabei

Insgesamt war der Juli geprägt von viel Hochdruckeinfluss, gerade in der zweiten Monatshälfte sei der auch sehr beständig gewesen. Mit fast 261 Sonnenstunden war der Monat auch äußerst sonnenscheinreich. Sonnigster Tag: der 14. Juli mit 15,4 Stunden. „15,9 Stunden wären Rekord gewesen“, erzählt Hickmann. Auch etwas zu warm war es. Das langjährige Mittel bei der Görlitzer Juli-Durchschnittstemperatur liegt bei 17,3 Grad.

Dieser Juli fiel mit 1,6 Grad im Schnitt 1,3 Grad wärmer aus. Ein Hitzetag, wenn die Tageshöchsttemperatur 30 Grad erreicht oder übersteigt,- war dabei: Am 28. Juli stieg das Thermometer auf bis zu 30,8 Grad. Es war auch der Tag, der mit der höchsten Durchschnittstemperatur von 24,3 Grad. Aktuell nun liegen die Werte unter der 20-Grad-Marke, über 17 Liter Regen pro Quadratmeter hat der Görlitzer Boden am Sonntag abbekommen. Nun aber kündigt sich ein Azorenhoch an, das über eine Hochdruckbrücke von Südwesten nach Nordosten auf jeden Fall auch in Görlitz zu spüren sein wird, „es wird heiß“, sagt Cathleen Hickmann.

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