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Hoch hinaus im Pirnaer Geibeltbad

Im Pirnaer Geibeltbad gingen die Besucher schon vor 80 Jahren baden. Und bis heute gibt es eine ziemlich einmalige Attraktion.

© Daniel Förster

Von Thomas Möckel

Pirna. Der Star des Pirnaer Geibeltbades, im wahrsten Sinn des Wortes der Höhepunkt der Schwimmstätte, ist schon von Weitem sichtbar. Weiß ragt er über blauem Wasser empor, insgesamt sechs Plattformen hat der Sprungturm, es geht los bei einem Meter, führt über drei und fünf Meter hinauf bis auf zehn Meter – das ist weithin einmalig. Jedes Jahr zieht der Turm mutige Springer magisch an, nicht nur zum Sprungturm- oder Arschbombenwettbewerb.

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Zu verdanken hat Pirna die Schwimmstätte mit Turm im lauschigen Gottleubatal dem Industriellen-Paar Karl Robert und Anna Marie Geibelt. Weil die Ehe selbst kinderlos blieb, legten sie ihr Geld in Fonds und Stiftungen an, die dem Gemeinwohl nützen sollten. Daraus entstand auch die Idee, ein öffentliches Bad für die Allgemeinheit zu schaffen. Nach nur drei Monaten Bauzeit ging das Bad am 20. Juni 1937 in Betrieb.

Inzwischen hat sich die Schwimmstätte zu einem Ganzjahresbad gewandelt. Die Stadtwerke Pirna übernahmen 1999 den Betrieb der Bäder und ließen neben dem Freibad eine Halle mit Bade- und Saunalandschaft errichten.

Im Außenbereich punktet das Bad mit Vorzügen, die historisch gewachsen sind: So gibt es ausgedehnte Liegewiesen, auf denen große alte Bäume den Badegästen Schatten spenden. Und an der Stirnseite fassen Umkleidekabinen im Kurhaus-Stil der 1920er-Jahre das Badgelände ein.

Das Geibeltbad versteht sich als Bad für die ganze Familie, es gibt Angebote für jeden Geschmack. Kinder können zwischen Wasserspiel- und Matschplatz, Sandkasten und vielen Spielgeräten wählen. Sportler finden Fußball-, Beachvolleyball- und Tischtennisplätze, Schwimmer können ihre Bahnen im 50-Meter-Becken ziehen. Die Anlage ist sehr gut gepflegt, die Stadtwerke lassen das Bad täglich reinigen und desinfizieren, die Wasserqualität wird permanent überwacht. Zudem pflegen und säubern die Mitarbeiter täglich Außenanlagen und Rasenflächen. Vor dem Bad gibt es einen riesigen kostenlosen Parkplatz für die Badegäste.

Derlei Attraktivität hat sich inzwischen auch schon weit über Pirna hinaus herumgesprochen und lockt auch besondere Gäste an. Beispielsweise trainierten die Weltmeister im Synchronspringen, Eric Seibt und Alexander Gorski, im Geibeltbad und traten mit ihren Sprüngen gar beim Sprungturmfest auf. Und im vergangenen Jahr fungierte die Schwimmstätte als Kulisse des Dresden-Tatorts „Deja vu“, es war die Arbeitsstätte eines Schwimmlehrers, der im Verdacht stand, ein Kind umgebracht zu haben.

Fakten zum Geibeltbad Pirna:

Adresse: Rottwerndorfer Straße 56c, 01796 Pirna;Öffnungszeiten: Juni, Juli, August 9 bis 20, September 9 bis 19 Uhr;Eintritt: Erwachsene 4 Euro, ermäßigt 3,50 Euro;Wasserqualität: sehr gut;Rettungsschwimmer: ja;Sportmöglichkeiten: Springen, Beachvolleyball, Tischtennis, Mini-Fußball;Besonderheiten: 10-Meter-Sprungturm, angeschlossenes Hallenbad, 50-Meter-Schwimmbecken;Imbiss: Brezel 1,50 Euro, Softeis 1,10 Euro, gem. Salat 4,90 Euro;Besucherzahl 2017: 19 394

Internet:www.geibeltbad-pirna.de

Karte beliebter Freibäder:www.szlink.de/platsch