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Hoch hinaus mit kleinen Entdeckern

Neun Bautzener Wahrzeichen öffnen am Sonnabend zum Familienfest „Kun(s)TurmBunt“. Mit dabei sind auch tierische Flugspezialisten.

© Archivfoto: Steffen Unger

Von Miriam Schönbach

Bautzen. Kinder aufgepasst. Am Sonnabend dürfen die Mädchen und Jungen wieder den Ton in Bautzener Türmen angeben. Bereits zum zweiten Mal heißt das Motto des Familienfestes „Kun(s)TurmBunt“. Gleich neun trutzige Bautzener Wahrzeichen laden am Nachmittag zu Musik, Ausstellungen und vor allem ganz viel Kinderspaß ein. „Während die kleinen Besucher bei jeder Station 15 bis 20 Minuten beschäftigt sind, können ihre Eltern Kunst mit allen Sinnen erleben“, sagt Bautzens Turm-Manager Sebastian Benad. Los geht die Turm-Schnitzeljagd um 14 Uhr.

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Der kleinste Turm der Stadt empfängt die Turmbesucher mit der Kunst-Performance „Tanz und Bewegung auf Papier gebracht“. Elke Burkhardt improvisiert im Mühltor zu den Tänzen und rhythmischen Klängen der Tanz-Gruppe „Ashain“. Die kleinen und großen Besucher erleben die farbenfrohe Welt des Orients und werden dazu verlockt, im Rhythmus mitzutanzen. Gleich nebenan lädt im Turmgarten der Alten Wasserkunst der polnische Fingerstyle-Gitarrist Bartlomiej Filipowicz zum Verweilen ein. Die Turm-Freunde können in der Zwischenzeit den perfekten Papierflieger bauen. Florian Kaulfürst freut sich über kleine Bastler in seiner Turm-Werkstatt. Bei gutem Wind schallen dann vielleicht die Töne aus der Röhrscheidtbastei herüber. Im Turm am Sorbischen National-Ensemble spielt das Duo „Vaakkum“ Klezmer und slawische Volkslieder. Nur ein paar Schritte weiter im Lauenturm wird es dagegen etwas leiser. Weit über den Dächern der Stadt werden zauberhafte Geschichte vorgelesen. Ein Renner aus dem vergangenen Jahr gibt es dort auch wieder. Die Mädchen und Jungen können beim Armbrust-Schießen ihre Treffsicherheit testen.

Wunschband-Aktion am Reichenrurm

Eine Neuauflage wagen die Kun(s)TurmBunt-Macher auch mit ihrer Wunschband-Aktion am Reichenturm. „Vielleicht schaffen wir es in diesem Jahr, dass wir auf 1 000 Zettel unsere Wünsche für Bautzen aufschreiben“, sagt Sebastian Benad. Ein wahrer Publikumsrenner ist dagegen der Schülerturm. Dort warten „Adlerfrau“ Manja Nürnberger und ihre gefiederten Schützlinge auf die Besucher. Die Kubschützerin erzählt über die uralte Kunst des Falkner-Handwerks.

Musikalisch wird es in der Gerberbastei. Dort laden Reinhard Simmgen und Beate Tarrach zu einer offenen Probe des BunteWeltChors Bautzen ein. Außerdem gibt Nachwuchssängerin Marie Hofmann ein kleines Konzert. Im Nicolaiturm, der zum Bautzener Museum gehört, ist die Ausstellung „Die via regia im Bautzener Land“ zu sehen. Aber auch die jüngsten Schnitzeljäger kommen dort auf ihren Kosten beim Mitmachangebot „Wegerecht – Mit Brief und Siegel“. Dabei kann jeder kleine Entdecker sein eigenes Siegel basteln.

Angebote für ganz unterschiedliche Altersklassen

Zum ersten Mal dabei ist in diesem Jahr der Burgwasserturm. Das Deutsch-Sorbische Volkstheater gewährt Einblicke in die sonst verborgenen Räumlichkeiten hinter und unter der Bühne des Burgtheaters an der Ortenburg. Im Turmhaus weihen die Puppenspieler Knirps und Co. in die „Geheimnisse des Puppenfundus“ ein. „Ich glaube, mit unserem diesjährigen Angebot sprechen wir ganz unterschiedliche Altersklassen an. Es braucht niemand Angst haben, dass er nicht alle neun Türme schafft. Die Angebote beginnen versetzt. Unser Ziel ist, die Türme bekannter zu machen“, sagt Sebastian Benad, der schon an dem nächsten Turmprojekt arbeitet. Am Sonnabend nach dem Kindertag wird es nämlich in den Bautzener Türmen einen Nachmittag voller Märchen geben.

„Kun(s)TurmBunt“ am Sonnabend ab 14 Uhr; Karten gibt es im Vorverkauf für fünf Euro oder 15 Euro pro Familienkarte in der Alten Wasserkunst täglich 10 bis 17 Uhr und am Sonnabend an jedem geöffneten Turm.