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Hochhaus wird weithin sichtbar sein

Torsten Kulke von der Neumarkt-Gesellschaft stört besonders das geplante Dach. 

Torsten Kulke © Archiv: Sven Ellger

Herr Kulke, was halten Sie von der Sanierung des Hochhauses?

Das bisher freie Flugdach wird bebaut, dort entstehen Wohnungen. Damit wird das Hochhaus noch höher erscheinen als jetzt. Es wird vor allem nachts, wenn Licht im Haus brennt, weithin über der Stadtsilhouette sichtbar sein. Das ist das, was ich kritisiere.

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Hat die Stadt im Genehmigungsprozess ihrer Ansicht nach alles richtig gemacht?

Bei dem Hochhaus handelt es sich um Privateigentum. Da kann man dem Investor relativ wenig vorschreiben. Allerdings wäre es möglich gewesen, schon viel früher öffentlich darüber zu diskutieren und so Druck auf den Investor auszuüben.

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Wie hätte das passieren sollen?

Die Gestaltungskommission, die über das Projekt beraten hat, tagt erst seit kurzer Zeit öffentlich. Hätten Bürger bereits an der Sitzung teilnehmen dürfen, in der die Sanierung besprochen wurde, hätte Dresden schon eher davon erfahren. Möglicherweise wäre dadurch ein ganz anderes Ergebnis erzielt worden.

Die Neumarkt-Gesellschaft meint, es wäre notwendig, zwei Etagen abzutragen, damit das Hochhaus die Altstadt-Silhouette nicht mehr stört. Was halten Sie von einem kompletten Abriss?

Das ist unrealistisch. Wie gesagt, das Haus befindet sich in Privateigentum. Deshalb haben wir uns nie Forderungen angeschlossen, das Haus völlig abzureißen. Wir haben uns aus diesem Grund auch nie dafür ausgesprochen, den alten Kaiserpalast an dieser Stelle wieder aufzubauen. Die Stadt errichtet derzeit den Promenadenring, der die alte Festung symbolisieren soll. Das empfinde ich als Kompromiss zur Bebauung großer Teile der Altstadt in Klötzchenform.

Die Fragen stellte Sandro Rahrisch