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Löbau

Hochschule bringt Kino nach Ostritz

Die Hochschule für Grafik und Buchkunst zeigt im Mewa-Bad Filme mit Bezug zum Freibad. Anschließend kann diskutiert werden.

Mit auf die Wanderschaft geht eine Litfaßsäule. Nach jeder Station werden Kommentare, Veränderungen und Tags dokumentiert und dann die Säule wieder frisch überklebt: © Veranstalter

 „Kino in Bewegung“ macht am Sonnabend Station in Ostritz. Ab 20.30 Uhr werden im Mewa-Freibad (Schulstraße 1) vier Filme gezeigt, die sich alle um das Thema des Schwimmbads als einen sozialen Ort der Zusammenkunft drehen. Damit versuchen die Initiatoren von der Hochschule für Grafik und Buchkunst  eine Diskussion über das Freibad Mewa in Ostritz anzuregen. "Das Freibad hat eine schwierige Finanzierungslage und war schon mehrfach kurz davor, geschlossen zu werden. Mit den Besuchern und Besucherinnen werden wir über die Wichtigkeit des Freibads vor Ort diskutieren", sagt Hochschulsprecherin Meike Giebeler.

Den Auftakt in Ostritz machen drei Kurzfilme:  [ˈdʊŋkl̩ˌdɔɪ̯ʧlant] ("Dunkeldeutschland", 13 min) taucht ein in die  Welt der ORWO-Filmfabrik in Halle/Bitterfeld,  "Immersion" (3 min), ein Animationsfilm über das Schwimmbad als sozialen Anspannungsort, aber auch als ganz persönlichen Entspannungsort und "Baths" (4 min) über zwei ältere Damen, die beim Schwimmen in Erinnerungen an frühere Zeiten und Wettkämpfe abtauchen. Es folgt der 77-Minuten-Film "Trockenschwimmen" über  Senioren, die im hohen Alter noch Schwimmen lernen wollen. Für das anschließende Gespräch werden die beiden Regisseurinnen Juliane Jaschnow (Dunkeldeutschland") und Susanne Kim ("Trockenschwimmen") anwesend sein.

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Die Initiative „Kino in Bewegung“ will auf das Kinosterben aufmerksam machen. In den vergangenen zehn Jahren verlor Sachsen 19 Prozent seiner Kinos - ausnahmslos alle an Standorten unter 50.000 Einwohnern. "Mit den Spielstätten stirbt nicht nur eine Kulturform, sondern auch eine wichtige Möglichkeit gesellschaftlicher Begegnung und Teilhabe. Unser Projekt will einen kulturellen Dialog zwischen urbanem und kleinstädtisch/ländlichem Raum herstellen", erklärt Meike Giebeler.

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