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Hochwasser-Wunden heilen langsam

Die Schäden nach der Flut 2013 waren auch in Altenberg groß. Dazu kam noch ein anderes Problem.

© Egbert Kamprath

Von Mandy Schaks

Altenberg. Die Stadt Altenberg hat wie andere Gemeinden auch immer noch schwer damit zu tun, das wieder in Ordnung zu bringen, was das Hochwasser im Jahr 2013 angerichtet hat. Auf rund 2,4 Millionen Euro beliefen sich die Schäden, erinnerte Bürgermeister Thomas Kirsten (Freie Wähler) jüngst im Stadtrat. Das klingt nun nicht so gewaltig, wenn man bedenkt, dass der Wiederaufbau schon ins fünfte Jahr geht. Allerdings splitten sich die Arbeiten in viele kleinere Maßnahmen. Und vom Verwaltungsaufwand her nehme sich das nichts im Vergleich zu umfangreicheren Projekten, um an die Fördergelder zu kommen. Insgesamt sind das 57 Maßnahmen, davon sind Kirsten zufolge 42 Baustellen abgeschlossen. Diese Arbeiten kosteten rund 1,35 Millionen Euro. 15 Maßnahmen für rund eine Million Euro sind noch offen.

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Wie Bauamtsleiter Andreas Gabler erläuterte, sind sieben davon in der Planung. Für einige konnte inzwischen auch der Bauauftrag erteilt werden. Dabei geht es um eine Gesamtsumme von über 330 000 Euro. Das betrifft zum Beispiel die Wiederherstellung des Sportplatzes in Altenberg und auch die Instandsetzung des Tiefenbaches. Acht Maßnahmen in einem Umfang von rund 645 000 Euro sind noch in der Prüfung. Das heißt, hier wartet das Rathaus noch auf die Bestätigung, damit die restlichen Arbeiten erfolgen können. Darunter sind das Heerwasser in Zinnwald, das ebenfalls beim Hochwasser in Mitleidenschaft gezogen wurde, ebenso die Schießhalle in der Biathlonarena im Zinnwalder Hofmannsloch. Die Stadt Altenberg rechnet damit, dass sie mindestens noch ein Jahr braucht, um alle Hochwasserschäden von 2013 zu beseitigen. 2019, so Gabler, soll dann alles fertig sein. Damit die Fördergelder bis dahin noch zur Verfügung stehen, hat die Stadtverwaltung eine Verlängerung des Förderzeitraums beantragt.

Zusätzliche Schwierigkeiten machte der Stadt dennoch die Finanzierung. „Die Abrechnung ist sehr zeitaufwendig“, erläuterte Bauamtsleiter Gabler. Das Problem hätten auch andere Gemeinden. Die Konsequenzen zeigte Rathauschef Kirsten auf: Bis zu einem Jahr musste die Stadt in Vorleistung gehen, ehe die Fördergelder überwiesen wurden. Das macht sich bei den Summen dann schon bemerkbar. „Das ist Liquidität, die dann einfach fehlt“, sagte er.

Inzwischen wurde das Prozedere verändert. Für alle Maßnahmen, die genehmigt wurden, kann die Stadt 80 Prozent Abschlag von der Fördersumme beantragen. Die Kehrseite: Es muss ein Zwischennachweis eingereicht werden. „Das bedeutet wieder etwas mehr Aufwand“, so Gabler.