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Hochwasserschäden im Tännichtgrund verschwinden

Der Spaziergang an Dresdens Stadtgrenze führt über zerstörte Wege. Eine Lösung kommt jetzt aus der Nachbargemeinde.

Von Annechristin Bonß

Im Sommer sollen endlich die Wanderwege entlang des Tännichtgrundbaches repariert werden. Dresdens Nachbargemeinde Klipphausen investiert 175 000 Euro. Das Geld hat der Ort beim Land aus einem Hochwasserschadensfond eingeworben. Damit kann nach drei Jahren endlich mit der dringend notwendigen Reparatur begonnen werden.

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Im Juni 2013 hatten Starkregen und das damit einhergehende Hochwasser den Grund zerstört. Zwischen Fünf-Brüder-Weg und der Tännichtgrundstraße sind starke Schäden vor allem am Wanderweg entstanden. Dieser ist in Abschnitten vollständig zerstört. Das Gewässer hat sich einen neuen Verlauf gesucht. Die Brücke über den Bach kann nicht mehr genutzt werden. Wer jetzt auf die andere Seite will, muss durch das Wasser waten. Betroffen sind Grundstücke der Gemeinden Weistropp, Oberwartha und Niederwartha.

Bei den Arbeiten sollen Wege entlang des neuen Bachlaufes befestigt und in Terrassen angelegt werden. Für eine neue Brücke fehlt das Geld. Dafür werden mehrere Querungen, sogenannte Fußgängerfurten, im Bach angelegt. Dafür kommen große Steine in das Wasser. Die dienen als Tritt, um trocken von einer Seite des Baches auf die andere zu kommen. Acht dieser Querungen sind vorgesehen. Insgesamt haben die Arbeiter auf einer Bachlänge von anderthalb Kilometern zu tun.

Im Juli sollen die Arbeiten beginnen. Vier Monate später, im Oktober, ist der Bauabschluss geplant. Bis dahin warten Baufirmen und Planer noch auf eine wasserrechtliche Genehmigung, teilt Eva Roick aus der Gemeindeverwaltung Klipphausen mit. Die ist notwendig, weil der Bachlauf im Zuge der Arbeiten angepasst wird und dann anders liegt, als bis 2013 in den Plänen vermerkt.

Die Cossebauder freuen sich über das Vorhaben. Im Ortschaftsrat wurde jetzt darüber informiert, auch weil einige der betroffenen Grundstücke auf Dresdner Flur liegen. Für Dresden sei es sehr schwer gewesen, überhaupt Fördermittel für die Reparatur zu bekommen, sagt Ortsvorsteher Lutz Kusche. Deswegen sei er dankbar, dass die Gemeinde Klipphausen sich dem Problem angenommen hat. Die zahlt dafür nichts aus dem eigenen Haushalt. Die Summe der Fördermittel entspricht 100 Prozent der Kosten für die Bauarbeiten, sagt Eva Roick.