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Hochwasserschutz am Schelsbach

Weixdorf muss besser vor Hochwasser geschützt werden. Ein neues Becken wird deshalb gebaut. Ein Bau-Ende ist in Sicht.

Von Sylvia Gebauer

Starkregen und ähnliche Ereignisse können die Weixdorfer bald gelassen entgegensehen. Am örtlichen Schelsbach entsteht Stück für Stück ein neues Hochwasserrückhaltebecken. Wichtige Etappenziele wurden bereits geschafft.

Der homogene Erddamm ist geschüttet. „Im Anschluss werden das Hochwasserentlastungsbauwerk errichtet sowie die technischen Ausrüstungsbestandteile des Hochwasserrückhaltebeckens montiert“, teilt Sachbearbeiter Jens Rasche aus dem Dresdner Rathaus mit. Derzeit sind die Arbeiter damit beschäftigt. Als finale Aktion ist die Begrünung des Damms vorgesehen. „Parallel zu den derzeitigen Arbeiten wurden schon die Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen durchgeführt, welche dann im Laufe des Jahres 2015 ihren Abschluss finden werden“, sagt Jens Rasche.

Schließlich mussten für die Errichtung des Beckens Bäume gefällt werden. Für jeden, der zum Opfer fiel, wird nun ein neuer gepflanzt. Kleinere witterungsbedingte Verschiebungen waren und sind im Bauablaufplan berücksichtigt, heißt es dazu. Wenn alles weiter so planmäßig läuft, können diese Arbeiten am Hochwasserrückhaltebecken im zweiten Quartal abgeschlossen werden. Heißt konkret zwischen April und Juni. Dann wird es in Betrieb genommen. Fertig ist das Gesamtprojekt damit noch nicht. Die Planungen sehen dafür den 30. September 2017 vor. Grund: Erst dann ist die Bepflanzung vollständig angewachsen und ausreichend entwickelt“, heißt es dazu.

Für das neue Hochwasserrückhaltebecken am Weixdorfer Schelsbach werden rund 565 000 Euro investiert. Künftig werden die Weixdorfer auf einen 150 Meter langen und 3,25 Meter hohen Damm blicken. Bis zu 17 400 Kubikmeter Wasser können hier gespeichert werden. Fakt ist aber auch: Damm und Becken sind wasserwirtschaftliche Anlagen. Jedoch können die Weixdorfer künftig über den Damm laufen. Um dahin zu kommen, müssen sie über Wiesen gehen. Aber es ist kein klassischer Wanderweg, wie man ihn sonst kennt. Darauf wies das zuständige Amt in einer Ortschaftsratssitzung noch einmal explizit hin.