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Höchstes Armutsrisiko in Westsachsen

Sachsen liegt im bundesweiten Vergleich bei der Armutsgefährdung im Mittelfeld. Allgemein ist die Zahl der von Armut Bedrohten leicht rückgängig.

© dpa/Klaus-Dietmar Gabbert

Berlin/Dresden. Sachsen liegt im bundesweiten Vergleich bei der Armutsgefährdung im Mittelfeld. Das geht aus aktuellen Daten der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder hervor, auf die die Bundestagsfraktion der Linken anlässlich einer für Mittwoch geplanten Debatte über Lebensverhältnisse in Deutschland aufmerksam machte.

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In Sachsen schwankte der Anteil der von Armut bedrohten Menschen zwischen 19,1 Prozent in Westsachsen und 15,2 Prozent im Oberen Elbtal/Osterzgebirge. In allen Regionen war allerdings ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen.

Die Werte geben den Anteil der Personen mit einem Einkommen von weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Bevölkerung an. Die Schwelle dieser Armutsgefährdung lag 2017 deutschlandweit bei 999 Euro für einen Einpersonenhaushalt. Demnach war Bremerhaven im Vorjahr deutschlandweit mit 28,4 Prozent die Region mit der höchsten Armutsgefährdungsquote, München hatte hingegen mit 8,5 Prozent die geringste Quote an von Armut gefährdeten Menschen.

Besonders hoch war die Armutsgefährdung bei Menschen mit Migrationshintergrund oder ohne deutsche Staatsangehörigkeit, bei Alleinerziehenden und bei Arbeitslosen. „Von gleichwertigen Lebensverhältnissen kann in Deutschland nicht gesprochen werden“, sagte Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann (Linke). (dpa)