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Höhere Steuern für Nünchritz?

Die Schuldenlast konnte zuletzt enorm gesenkt werden. Doch die Verpflichtungen sind hoch, klagt der Bürgermeister.

© Symbolfoto

Von Antje Steglich

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Nünchritz. Mit dem Haushalt für 2019 kommt auch das Thema Steuern wieder auf den Tisch. Das kündigte Bürgermeister Gerd Barthold (CDU) an. Hauptgrund ist die Erhöhung der sogenannten Nivellierungssätze. Die liegen bei der Gewerbesteuer über dem tatsächlichen Steuersatz der Kommune – die Finanzausgleichsumlage wird aber nach dem Nivellierungs- und nicht nach dem tatsächlichen Satz berechnet. Auf dem Papier nimmt Nünchritz damit mehr Geld ein, als es tatsächlich der Fall ist – und muss quasi mehr Reichensteuer abführen.

In diesem Jahr rechnet die Kommune laut Haushaltsplan damit, etwa 3,3 Millionen Euro für die Kreisumlage sowie 1,3 Millionen Euro für die Reichensteuer zahlen zu müssen. Dem gegenüber stehen unter anderem Gewerbesteuereinnahmen von sechs Millionen Euro. „Man muss jedoch immer vorsichtig planen, da gerade die Gewerbesteuer großen Schwankungen unterworfen ist“, so Bürgermeister Barthold. Und auch eine Erhöhung wolle man sich zuvor in Ruhe überlegen.

Erfreulich kann indes die Schuldenentwicklung bewertet werden. In diesem Jahr soll der Berg von 1,2 Millionen auf knapp 400 000 Euro abgetragen werden. Die Pro-Kopf-Verschuldung würde damit von bislang 206 auf 70 Euro sinken. Zum Vergleich: Die Bedenklichkeitsgrenze liegt bei 850 Euro pro Einwohner. Für den starken Rückgang sind laut Gerd Barthold zwei planmäßige Tilgungen verantwortlich. In den kommenden Jahren soll der Schuldenstand dann nur noch leicht sinken. Für 2021 ist eine Pro-Kopf-Verschuldung von 35 Euro anvisiert.