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Dippoldiswalde

Keine Edelhölzer vom Forstbezirk Bärenfels

In der Dresdner Heide werden besondere Laubhölzer versteigert. Warum aus dem Landeswald des Osterzgebirges keine dabei sein werden.

Hochwertige Holzstämme werden in der Dresdner Heide von Sachsenforst zum Verkauf angeboten.
Hochwertige Holzstämme werden in der Dresdner Heide von Sachsenforst zum Verkauf angeboten. © Archiv: Robert Wilke/Sachsenforst

Zur diesjährigen Wertholzversteigerung, die am 22. Januar in der Dresdner Heide unter der Regie von Sachsenforst stattfindet, wird aus den Landeswaldflächen des Forstbezirkes Bärenfels kein Holz mit dabei sein, erklärt Kristina Funke, Sprecherin des Forstbezirks.

Lediglich ein Privatwaldbesitzer aus der Region habe eine Fuhre mit circa 16 Kubikmeter edler Laubhölzer –  darunter Stieleichen, Bergulmen, Bergahorne – nach Dresden geschickt.

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Wegen der Katastrophensituation in den vergangenen beiden Jahren habe es im Landeswald dieses Mal keine Kapazitäten gegeben, um gezielt auf die Suche nach Bäumen zu gehen, die den hohen Anforderungen einer Wertholzversteigerung genügen, begründet Funke.

Um einen guten Preis zu erzielen müssen die Hölzer möglichst stark sein, ohne sichtbaren Fehler wie Äste und gerade gewachsen.

Auf der Submission vergangenes Jahr brach die Meilerfichte aus dem Tharandter Wald Rekorde: der zehn Meter lange und 78 Zentimeter dicke Stamm war nicht nur die stärkste Fichte der Auktion, sondern auch die mit dem höchsten Verkaufserlös. Für 208 Euro pro Kubikmeter wurde das Holz der Meilerfichte verkauft. Der Käufer zahlt für den ganzen Stamm mehr als 1.000 Euro.

Der vielen Besuchern des Tharandter Waldes als sogenannte Meilerfichte bekannte Baum, bis dato wahrscheinlich die höchste Fichte des Tharandter Waldes, musste wegen massiven Borkenkäferbefalls gefällt werden.

Auf der Submission 2019 wurden insgesamt 673 Einzelstämme 21 unterschiedlicher Baumarten angeboten. Eichen machten mit 671 Kubikmeter den größten Teil der 985 Kubikmeter Wertholz aus. Mehr als die Hälfte der Stämme kam aus sächsischen Privatwäldern. 30 Prozent lieferte Sachsenforst, aber auch Kommunen und Kirchgemeinden waren beteiligt.

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