Bautzen
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Hoffen auf Besserung

Bischofswerda unterliegt Lok Leipzig. Die Gastgeber treffen zweimal nur das Aluminium und hoffen auf eine Pokal-Revanche.

Von Jürgen Schwarz
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Der Bischofswerdaer Trainer Fred Wonneberger stand recht nachdenklich am Spielfeldrand. Am Donnerstag trifft sein Team im Landespokal schon wieder auf Lok Leipzig.
Der Bischofswerdaer Trainer Fred Wonneberger stand recht nachdenklich am Spielfeldrand. Am Donnerstag trifft sein Team im Landespokal schon wieder auf Lok Leipzig. © RocciPix.de

Fußball-Regionalliga. Am 13. Spieltag der Fußball-Regionalliga Nordost unterlag der Bischofswerdaer FV dem 1. FC Lok Leipzig mit 0:3 (0:1). Bereits am Donnerstag stehen sich beide Vereine an gleicher Stelle ab 13 Uhr im Landespokal-Achtelfinale gegenüber. Vor 577 Zuschauern im Wesenitzsportpark erzielten Matthias Steinborn (33.) und Romarjo Hajrulla (59.) sowie Aykut Soyak mit einem direkt verwandelten Freistoß (87.) die Gäste-Tore. Die Schiebocker mussten ab der 72. Minute in Unterzahl agieren, nachdem Dominic Meinel die Gelb-Rote Karte gesehen hatte.

Guter Beginn der Hausherren

Die Gastgeber hielten das Geschehen in den ersten 20 Minuten durchaus offen, ehe Djamal Ziane die erste Großchance für Leipzig verzeichnete. Seinen Kopfball parierte Oliver Birnbaum glänzend (23.). Anschließend scheiterten auch Sascha Pfeffer (24.) und Steinborn (31.) am BFV-Torhüter. Lok blieb dominant, hatte aber Glück, dass Hannes Graf den Ball nur an die Querlatte schlenzte (41.). Mit den Einwechslungen von Hajrulla und Soyak bewies Leipzigs Sportdirektor und Interimscoachs Wolfgang Wolf ein glückliches Händchen – beide entschieden die Partie mit ihren Toren zugunsten der Gäste. Hajrulla war nicht mal eine Minute auf dem Rasen, als er für die Vorentscheidung sorgte. Der Ehrentreffer blieb den Bischofswerdaern versagt, weil auch der Distanzschuss von Frank Zille nur an der Torumrahmung landete (67.).

„Wir haben es ganz ordentlich gemacht, aber in den entscheidenden Situationen unterlaufen uns schwerwiegende Fehler“, resümierte BFV-Trainer Fred Wonneberger. Und auch mit Blick auf das Pokalmatch ergänzte er: „Wir müssen ruhiger agieren, aber ich weiß, dass das in unserer Situation nicht leicht ist. Wir betreiben viel Aufwand, haben eine Riesenchance zum 1:1, aber wenn du da unten stehst, geht der Ball eben an die Querlatte. Hinzu kommt diese zweifelhafte Gelb-Rote Karte. Unter dem Strich steht dann ein absolut enttäuschendes Ergebnis.“

Am kommenden Sonntag steht in der Regionalliga das Gastspiel beim Drittliga-Absteiger Energie Cottbus an. „Es muss für jeden meiner Spieler ein Erlebnis sein, dort aufzulaufen. Wir müssen versuchen, einen Punkt zu holen. Genauso, wie das in Erfurt unser Ziel war. Vielleicht können wir in der Lausitz sagen, wir haben nicht gut gespielt, aber einen Teilerfolg errungen.“

Die Meisterschaft hat den Vorrang

Für Wonneberger ist es schwierig, die Balance zu halten. „Die Meisterschaft hat klar den Vorrang, aber trotzdem wollen wir versuchen, im Pokal erfolgreich zu sein. Sicher werden wir am Donnerstag ein paar Veränderungen vornehmen. Ich muss sehen, welche Spieler in der Lage sind, beide Partien zu absolvieren.“

Dabei stellt der BFV-Coach klar: „Es geht nicht um konditionelle Dinge, da haben wir kaum Defizite. Wir haben im Punktspiel gegen Lok selbst in Unterzahl versucht, nach vorn zu spielen. Es geht darum, dass nicht jeder Spieler die aktuelle Situation einfach so wegsteckt. Wir brauchen Erfolgserlebnisse und dazu zähle ich auch den Pokal.“

Bischofswerda: Birnbaum – Kießling, Meinel, Mattern, Heppner, Fluß, Mack (70. Shubitidze), Zille, Klotke (82. Cellarius) O. Merkel, Graf (70. Treu).

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