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Hoffen und Bangen bei den Handball-Frauen

Der HCS Neustadt-Sebnitz gewinnt das umkämpfte Derby gegen Heidenau. Beide Teams kämpfen um den Ligaverbleib.

Von Eberhard Neumann und Stephan Klingbeil

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Die Damen des HCS Neustadt-Sebnitz haben das Landkreis-Derby gegen den SSV Heidenau 28:17 (17:18) gewonnen und damit im Abstiegskampf gegen den direkten Gegner von der Elbe wichtige Punkte geholt. Beide Teams lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Am Ende waren es nur Nuancen, die über Sieg und Niederlage entschieden. Die Neustädter Damen hatten das bessere Ende letztlich für sich und vor allem in den Schlussminuten die Nerven beisammen.

Eigentlich hatte keiner so richtig den Sieg verdient, denn auf gleicher Augenhöhe spielend, waren keine großen Unterschiede zu erkennen. Die Gastgeberinnen hatten letztlich auch Glück – und den Erfolg auf ihrer Seite. Noch aber ist damit auch für sie noch nichts gewonnen. Immerhin wurde zumindest der Anschluss an die sicheren Nichtabstiegsplätze gehalten, aber das Restprogramm hat es noch in sich.

Die Sieger wollten aber von allen Aussichten und Möglichkeiten nach der Partie nichts wissen. Es sollte erst einmal gefeiert und der wichtige Erfolg genossen werden. So vermied es auch Trainer Bernd Berthold, eine größere Auswertung und Manöverkritik anzusetzen: „Die Vorzeichen waren durch Krankheit schon ungünstig. Vier Grippekranke konnten nur sporadisch eingesetzt werden. Umso höher sind Erfolg, Wille, Bereitschaft und Teamgeist zu würdigen. Das Wichtigste waren der Sieg und die zwei Punkte.“

Dabei stellten die letzten Minuten den Spielverlauf fast auf den Kopf. Lange Zeit hatten die Gäste geführt, konnten ihre Vorteile aber nicht über die Zeit bringen. In der Schlussphase drehten die Heidenauerinnen das Spiel. Berthold gab geschafft und sichtlich erleichtert weiter zu Protokoll: „Wenn wir in der Abwehr zu defensiv standen und nur reagierten, hatten wir keinen Zugriff auf den Gegner. Als wir offensiver im 5-1 und 3-2-1 standen, wurde auch mutiger agiert und wir kamen wieder ran. So setzten wir die Akzente in der Abwehr und stellten den Angriff des Gegners vor Probleme. Etwas negativ war, dass die Überzahlen nicht sauber gespielt wurden und da keine Ruhe reinkam. Auch einige Abschlüsse waren nicht effektiv genug, aber letztlich zählte heute nur der Sieg.“ Sein Heidenauer Gegenüber Bernd Heinze war sichtlich angefressen, hatten seine Damen den möglichen eigenen Erfolg doch verschenkt: „Wir liegen immer vorn und sind nicht in der Lage, die Entscheidung herbeizuführen. Das ist bedauerlich, aber nun nicht zu ändern. Da wir nicht wissen, wie viele absteigen, wird es nur noch schwerer.“

Spielerisch sei man mindestens gleichauf mit dem Gegner gewesen, „aber vor allem in der Schlussphase war jeder Fehler von uns ein Fehler zu viel.“ Dann geht mal ein Siebenmeter nicht rein, mal prallt der Ball vom Pfosten wieder hinaus. „Wir hatten genügend Chancen, hier zu punkten, haben sie aber leider nicht alle genutzt“, so Heinze weiter, der das Problem auch nicht in der eigenen Abwehr sieht.

Die Stimmung im Team nach der zweiten knappen Derbypleite gegen den HCS in dieser Saison sei nicht besonders gewesen. „Wir bleiben aber optimistisch gestimmt. Nun müssen wir eben am Sonnabend zu Hause gegen die Zweite von Leipzig punkten“, gibt Heidenaus Trainer die Marschroute vor. Die Reserve des HC Leipzig hat fünf Zähler Vorsprung auf den SSV und belegt gerade Rang acht, der sehr wahrscheinlich zum Klassenerhalt reichen wird.