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Hoffnung für Biergarten am Schloss

Eigentlich drohte die Sommerwirtschaft am Schloss Übigau in diesem Jahr auszufallen. Bis zum Juni könnte es aber eine Einigung geben.

© Sven Ellger

Von Lars Kühl

Der Verfall soll gestoppt werden. Die Nachricht, dass die Stadt das marode Schloss Übigau kaufen will, gibt denen Hoffnung, die für die Zukunft des Barockjuwels kämpfen. Und noch etwas dürfte die Freunde des zwischen 1724 und 1726 an der Elbe errichteten Kulturdenkmals begeistern. Der Park soll möglichst auch in diesem Jahr als Biergarten genutzt werden. „Wir prüfen die Möglichkeit intensiv seit Jahresanfang gemeinsam mit mehreren Gastronomen“, erklärt Karsten Linke, der mit seinem Ingenieurbüro die Immobilie im Auftrag der Eigentümerin verwaltet, auf Nachfrage. „Wir hoffen, bis Ende Mai eine tragfähige Lösung zu erreichen.“

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Der letzte Betreiber, Winfried Pfeil, hatte im Oktober des vergangenen Jahres sein Engagement bei der Sommerwirtschaft beendet, da er sich mit der Besitzerin nicht auf Bedingungen für eine Fortsetzung einigen konnte, und sich in den Ruhestand verabschiedet. Pfeil, ein jahrelanger Kämpfer für das Schloss, bleibt aber Vorsitzender des vor fast acht Jahren gegründeten Fördervereins. Mit Sorge beobachten die Mitglieder die Entwicklung des Bauwerkes.

Wieder wurde nur geflickt. Die Dachhaut sei aber dicht, sagt Linke. Fehlstellen seien beseitigt worden. „Aktuell werden im Gebäude restauratorische Untersuchungen durchgeführt, um die vorhandenen Bestandszeugnisse aus den mehrfachen Umbauzyklen mit verschiedenen Nutzungen genau zu ermitteln und zu dokumentieren.“ Danach könnten die nächsten Sanierungsschritte festgelegt werden.

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Ob die bereits von einem neuen Eigentümer ausgeführt werden, müssen die kommenden Monate zeigen. Demnächst will sich Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) mit Ingrid Schinz, der das Schloss gehört, in Heidelberg zu Sondierungsgesprächen treffen. Die Stadt will das Ensemble mit einem Wert von 1,3 Millionen Euro erwerben und möglichst weiterverkaufen. An einen Investor, der das Denkmal nicht nur erhalten, sondern auch sanieren will.