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Hoffnung für die Hufewiesen

Es ist ruhig geworden im Streit um das Grünland zwischen Leipziger- und Industriestraße. Doch es wird weiterverhandelt.

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© André Wirsig

Seit drei Jahren sind die Hufewiesen abgesperrt. Seitdem dürfen die Anwohner das Grünland offiziell nicht mehr betreten. Wachleute patrouillieren. Lediglich der Kirchsteig, ein schmaler Pfad, der von Alttrachau zur Pettenkofer Straße führt, darf begangen werden. Zwangsläufig fragt man sich, wie es mit dem Grünland weitergeht.

Im vergangenen Jahr hat die Eigentümerin, die Münchner Baugesellschaft (MBG) Trachau ihre Pläne zur Bebauung der Hufewiesen vorgestellt. Dem Immobilienunternehmen, das eine Tochter der Real Adler Estate AG mit Sitz in Hamburg ist, gehört ein Großteil des 13 Hektar großen Geländes. Allerdings stießen die Vorschläge auf wenig Gegenliebe, nicht nur bei den Trachauern, auch bei der Stadtverwaltung. Die hat in der Zwischenzeit andere Pläne für das Areal entwickelt, für das wegen der Hochwassergefahr und des Fluglärms kein Baurecht besteht.

Laut Flächennutzungsplan sollen die Hufewiesen Grünland bleiben. Grund: Im Ortsamtsbereich Pieschen gibt es zu wenige Grünflächen. Damit unterstützt die Stadtverwaltung die Pläne des Vereins Hufewiesen Trachau. „Wir setzen uns dafür ein, die Hufewiesen möglichst umfassend und auf Dauer als öffentliches Grün zu erhalten“, so die Vorsitzende Anja Osiander. Das soll durch Verhandlungen mit dem Eigentümer, mit Politikern, Verwaltung, gemeinnützigen Trägern und durch bürgerschaftliches Engagement gelingen. „Ein solcher Weg braucht einen langen Atem und viel Weiterentwicklung auch bei uns im Verein. Aber wir bekommen viel Zuspruch von allen Seiten und arbeiten an einem konkreten Vorschlag.“ (kah)