merken

Hoffnung für Familie aus Armenien?

Die aus dem Dresdner Hechtviertel abgeschobene armenische Familie wird nun ein Fall für die Härtefallkommission.

© Roland Halkasch

Dresden. Die abgeschobene armenische Familie wird ein Fall für die Härtefallkommission. Der Flüchtlingsrat habe einen Antrag auf Beratung des Falls gestellt, so dessen Sprecher Mark Gärtner. Dass der Fall zur Prüfung vorliegt, bestätigt auch Markus Buffler, Sprecher des Ausländerbeauftragten Geert Mackenroth. In dessen Geschäftsstelle ist die Härtefallkommission angesiedelt.

Aktuell wartet Buffler auf einen Bescheid der Landesdirektion, ob sogenannte aufenthaltsbeendende Maßnahmen gegen die Familie vorliegen. Nur wenn das nicht der Fall ist, kann die Härtefallkommission mit der Beratung beginnen, so der Sprecher.

Anzeige
Fahrzeugeinrichtung nach Maß
Fahrzeugeinrichtung nach Maß

HOLDER ist der Spezialist für individuelle Fahrzeugeinbauten.

Weiterführende Artikel

Beratungen über armenische Familie

Beratungen über armenische Familie

Zumindest bis Ende Oktober dürfen Mutter und Tochter nicht abgeschoben werden: Die Härtefallkommission hat den Antrag des Flüchtlingsrates auf Beratung angenommen.

Demo für abgeschobene Familie

Demo für abgeschobene Familie

Rund 250 Freunde und Nachbarn der armenischen Familie, von der am Montag drei Mitglieder abgeschoben worden sind, treffen sich zur Soli-Demo im Hechtviertel an der St. Pauli Ruine.

Mädchen wird weiter vermisst

Mädchen wird weiter vermisst

Die armenische Familie, die elf Jahre in Dresden lebte, wurde am Montagabend getrennt abgeschoben. Jetzt kommen mehr Details der Umstände ans Licht.

Familie wird getrennt abgeschoben

Familie wird getrennt abgeschoben

Jahrelang hat eine armenische Familie in Dresden ihre wahre Herkunft verschwiegen. Nun muss sie voneinander getrennt ausreisen. Dagegen gibt es Protest.

Am 18. September stand die Polizei vor der Tür der armenischen Familie in der Fichtenstraße im Hechtviertel. Die Beamten hatten den Auftrag, die Familie in ein Flugzeug zu setzen, dass sie zurück nach Armenien bringen sollte. Den Vater und die beiden Söhne nahmen die Polizisten mit, inzwischen sind sie in Armenien angekommen.

Die Mutter erlitt einen Zusammenbruch und musste ins Krankenhaus, die Tochter war nicht daheim. Jahrelang täuschte die Familie die Ämter über ihre Herkunft, bei der Aufnahme in Deutschland gaben sie sich damals als irakische Flüchtlinge aus. (SZ)