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Hohe Kosten durch illegalen Sperrmüll

Fast 400 Tonnen musste die Stadt Dresden 2018 entsorgen. Den Müllsündern drohen Verwarn- oder Bußgelder.

Von Juliane Richter
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Besonders in der Neustadt gilt Sperrmüll oft als eine gut gemeinte Gabe an die lieben Nachbarn.
Besonders in der Neustadt gilt Sperrmüll oft als eine gut gemeinte Gabe an die lieben Nachbarn. © Melanie Schröder

Fast 170.000 Euro hat die Stadtverwaltung vergangenes Jahr für die Entsorgung von illegal abgelegtem Sperrmüll ausgegeben. Das sind fast 20.000 Euro mehr als im Vorjahr. Insgesamt zeigt die Tendenz der vergangenen Jahre, dass die Müllmengen und die Entsorgungskosten steigen. 

2018 wurden nach vorläufigen Berechnungen rund 379 Tonnen Sperrmüll illegal irgendwo im Stadtgebiet abgelegt. Dazu zählen auch Rest- und Grünabfälle. Die Verwaltung sieht darin ein bundesweites Problem, das sich eben auch in Dresden niederschlägt und versucht, die Müllsünder aufzuspüren. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt rund 1.900 Ordnungswidrigkeiten zur Anzeige gebracht – und damit mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr. 2015 belief sich die Bilanz auf 473 Anzeigen mit einem Bußgeldwert von knapp 6.200 Euro. 2017 stieg der Betrag auf fast 10.000 Euro. Bei einem Großteil der Anzeigen handelt es sich um die eigentlichen Vermüllungen, rund 680 Anzeigen beziehen sich aber auf zugeparkte Containerstandplätze, weshalb die Behälter nicht geleert werden konnten.

Nicht nur aus optischen Gründen werden die illegalen Ablagerungen schnellstmöglich entsorgt. Vielmehr soll vor allem verhindert werden, dass Schadstoffe in die Umwelt gelangen. Viele Müllberge würden zudem die Sicherheit von Fußgängern und Straßenverkehrsteilnehmern gefährden, heißt es aus dem Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft. Um das Sperrmüll-Problem unter Kontrolle zu bekommen, arbeitet die Verwaltung für dieses Jahr an einer Kampagne zum Thema Stadtsauberkeit. 

Außerdem werden seit rund einem Jahr die 23 am stärksten vermüllten Standplätze von Glas- und Altpapiercontainern detailliert untersucht. Dabei geht es um Art und Menge der Vermüllung. Im Frühjahr endet die Analyse. Die folgende Auswertung soll konkrete Maßnahmen für Leerung, Reinigung und Ansprache der Bürger ergeben.

Die Liste der von Vermüllung bedrohten Wertstoffbehälter (WSB) in alphabetischer Reihenfolge:

WSB Alojs-Andricki-Str. / Am Hochwald

WSB Altenzeller Str. / Leubnitzer Str.

WSB Amalie-Dietrich-Platz / Wölfnitzer Ring

WSB Arno-Lade-Str. / Robert-Matzke-Str. (Unterflur)

WSB Bernhard-Kretzschmar-Str. / Rudolf-Bergander-Ring

WSB Berthelsdorfer Weg / Löwenhainer Str.

WSB Bischofsweg 22 (gegenüber)

WSB Boxberger Str. 12 (gegenüber)

WSB Bühlauer Str. / Alter Bahndamm (SW)

WSB Florian-Geyer-Str. / Pfeifferhansstr.

WSB Jessener Str. 35/40

WSB Johannes-Paul-Thilman-Str. / Otto-Reinhold-Weg

WSB Kamenzer Str. 50 (gegenüber)

WSB Leubnitzer Str. (Kurve)

WSB Otto-Dix-Ring 66/68

WSB Pfotenhauerstr. 18

WSB Rankestr. 40 (gegenüber Betonwerk)

WSB Rosenbergstr. (hinter Kaufhalle)

WSB Rottwerndorfer Str. 24 (gegenüber)

WSB Torgauer Str. / Konkordienstr.

WSB Vetschauer Str. 44 (gegenüber)

WSB Washingtonstr. (P+R Parkplatz Kaditz)

WSB Wölfnitzer Ring / Limbacher Weg