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Hohe Strafen für Müllsünder

Flaschen, Papier und Restmüll bleiben immer wieder neben den Containern liegen. Die Stadtverwaltung Bischofswerda kündigt drastische Schritte an.

© Steffen Unger

Von Nicole Preuß

Nur keine Socken

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Bischofswerda. Die Bilder ähneln sich auf vielen Containerplätzen. Leere Flaschen werden gleich in Kisten neben den Behältern abgestellt, Pappen stapeln sich zwischen den Containern und Farbeimer werden auf der angrenzenden Wiese entsorgt. Die Ordnung auf vielen Containerplätzen in Bischofswerda lässt aus Sicht von vielen Bischofswerdaern zu wünschen übrig.

Die Stadtverwaltung kündigt deshalb nun drastische Strafen für Müllsünder an, die ermittelt oder sogar erwischt werden. „Bei der Ablagerung von Abfällen sowie Wertstoffen außerhalb der Container handelt es sich um einen Bußgeldtatbestand, der für den ermittelten Verursacher mit Geldstrafen bis zu 1 000 Euro geahndet werden kann“, heißt es jetzt in einer Pressemitteilung des Rathauses. Die Strafe ist gedeckt durch die Polizeiverordnung der Stadt. Die Verwaltung kann deshalb auch Bußgelder verhängen.

Der Bauhof der Stadt kontrolliert regelmäßig die Flächen. Er hat dabei festgestellt, dass fünf Plätze besonders häufig mit Müll und Unrat vollgestellt werden. Der Containerplatz an der Kamenzer Straße steht ganz oben auf der Liste. Die Container auf dem Festplatz am Goldbacher Weg werden aber auch immer wieder verschmutzt. Dazu kommen die Bereiche um die Wertstoff-Container an der Beethovenstraße, der Geschwister-Scholl-Straße und der Belmsdorfer Straße in Bischofswerda.

Auch Müll aus Gewerbebetrieben dabei

Die Stadt stellt dabei immer wieder fest, dass nicht nur Privatleute ihre übrigen Flaschen und Pappen neben den Containern entsorgen. Gewerbetreibende stellen ihren Müll ebenfalls ab. „Es wurden zum Beispiel Großverpackungen aus der Gastronomie (Majo- und Senfeimer, altes Frittenfett) und Handwerkermaterial (zum Beispiel Farbeimer) aufgefunden“, sagt Stadtsprecher Sascha Hache auf Nachfrage.

Der Standard sind aber Flaschen und Scherben neben den Containern. Das Problem spitzte sich erst um den Jahreswechsel in anderen Regionen des Landkreises zu. Die Dualen Systeme Deutschland, das für die Altglasentsorgung zuständig ist, hatte für den gesamten Kreis einen neuen Entsorger mittels einer Ausschreibung bestimmt. Der alte Entsorger holte die Container ab, der neue Entsorger aus Niesky brachte neue, aber vielerorts wurden die angesammelten Flaschen rundherum nicht mitgenommen.

Das sorgte vor allem in den Regionen um Kamenz und Radeberg für Kritik. Die Probleme gelten aber wohl nicht für Schiebock. Die Stadt Bischofswerda kann keinen Zusammenhang zwischen dem Wechsel des Entsorgers und der Ordnung an den Containerplätzen feststellen.

Entsorgungsfirma zuständig

Der Landkreis teilt aber mit, dass die beauftragten Entsorgungsunternehmen für die sogenannten „Nebengestellungen“ zuständig sind. „Also Papier, Pappe und Glas, die sich neben den Containern angesammelt haben, weil die Container übervoll sind“, sagt Gernot Schweitzer vom Landkreis. Tatsächlich haben zum Beispiel an der Kamenzer Straße Mitarbeiter des Entsorgers Flaschen in den Weißglas-Container gesammelt, nachdem der geleert worden war.

„Gewissenlose Bürger nutzen diese Stellen aber auch zur Restmüllentsorgung“, sagt der Kreissprecher. „Diesem Phänomen kann und darf nicht durch noch schnellere Reinigung begegnet werden.“ Die Stadtverwaltung bittet Bürger, Verstöße dem Team Ordnung und Sicherheit zu melden.

Die Stadt nimmt Hinweise unter Telefon 03594 786231 oder [email protected] entgegen.