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Sebnitz

Diese Schule stand schon oft unter Wasser

Starkregen setzte der Förderschule und dem Kindergarten in Ehrenberg immer wieder zu. Das soll sich nicht mehr wiederholen.

An Förderschule und Kindergarten in Ehrenberg starten umfangreiche Bauarbeiten.
An Förderschule und Kindergarten in Ehrenberg starten umfangreiche Bauarbeiten. © Steffen Unger

Mit vorbereitenden Arbeiten beginnt an der Förderschule und der Kindertagesstätte im Hohnsteiner Ortsteil Ehrenberg ein großes und teures Bauvorhaben. Der Komplex soll besser vor eindringendem Wasser geschützt werden. Notwendig ist der Flutschutz, da bei Starkregen Keller und Erdgeschoss schon mehrmals unter Wasser gestanden haben.

Generelles Problem ist, dass sich auf der Rückseite des Gebäudes eine Senke befindet, aus welcher das Wasser nicht ablaufen kann. Es gibt zwar Schleusen, doch die werden mit Schlamm zugesetzt. Die Folge ist, das Wasser kann durch die erdbodengleichen Fenster in das Haus eindringen. Um das zu verhindern, wurden in den letzten vier Jahren immer wieder kleinere Vorhaben umgesetzt, um wenigstens etwas Schutz bieten zu können. Jetzt ist eine komplexe Lösung geplant. Bis zum 21. Mai sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

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Auch benachbarte Häuser werden mit geschützt

Die Stadt Hohnstein hatte eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, um herauszufinden, welche Möglichkeiten es für den Flutschutz dort gibt. Experten haben verschiedene Varianten geprüft. Die reichten vom Zusetzen einer Hälfte der Fenster und Türen über eine Flutschutzmauer bis hin zu einer mobilen Flutschutzwand. Nach der Prüfung wurden offenbar bei jeder der Varianten einige Haken festgestellt. So würde zum Beispiel beim Zumauern der hinteren Fenster und Türen der zweite Fluchtweg wegfallen. Allerdings wäre das wohl die schnellste und günstigste Variante. Das Problem an sich bleibt aber, denn das Wasser würde sich weiter hinter dem Gebäude stauen. Man einigte sich auf eine kombinierte Variante. Ziel sollte es sein, dass das Wasser nicht mehr an das Gebäude herankommt, sondern an anderer Stelle abfließen kann.

Das allerdings erfordert umfangreiche Bauarbeiten. Da die Verkehrsflächen an dem Gebäude aber sowieso saniert werden müssen, könnte beides miteinander verbunden werden. Darüber hinaus wären weitere darunter liegende Grundstücke geschützt. Die hohen Baukosten haben gleich mehrere Ursachen. So muss zum Beispiel nicht nur um das Gebäude für Flutschutz gesorgt werden. Auch an der Zufahrt müsste gebaut und die Hauptstraße durchquert werden. Darüber hinaus müsste die Senke an der Hauptstraße abgetragen werden, damit das Wasser besser ablaufen kann.

Nun fiel noch auf, dass es unter dem Gebäude und auch außerhalb Verwirrungen mit den verschiedenen Leitungen gebe. Die wurden offenbar im Zick-Zack verlegt. Deshalb muss zusätzlich das Leitungssystem entwirrt werden. Immerhin: Die Stützwand hinter dem Haus bleibt erhalten und muss nicht neu gebaut werden.

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