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Beliebter Wanderweg in Hohnstein zerstört

Die Unwetterschäden können nur mühsam beseitigt werden. Den Sebnitztalwanderweg hat es wieder hart getroffen.

Das Hochwasser hat die Widerlager an den Brücken im Sebnitztal ausgespült.
Das Hochwasser hat die Widerlager an den Brücken im Sebnitztal ausgespült. © Stadt Hohnstein

Wer jetzt in der Sächsischen Schweiz auf Wandertour ist, muss sich auf einige Widrigkeiten einstellen. Am besten festes Schuhwerk tragen und damit rechnen, dass man auch einmal umkehren muss, weil der Wanderweg aufgrund von Unwetterschäden nicht begehbar ist oder eben nur schwerlich.

Prominentes Beispiel dafür ist der Sebnitztalwanderweg. Eine Route, die gern auch von Familien genutzt wird, nicht zuletzt auch, da entlang der Wegstrecke die Nationalparkbahn verkehrt und man jederzeit dort einsteigen und zum Ausgangspunkt zurückfahren kann. Das geht wegen Unwetterschäden derzeit zwar auch nicht. Dafür ist aber Schienenersatzverkehr im Einsatz.

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Nach dem Unwetter am 17. Juli 2021 sind auch zahlreiche Brücken und Wanderwege rund um Hohnstein zumindest nur mühsam begehbar. Ein Beispiel dafür ist der beliebte Wanderweg entlang des Sebnitztales zwischen Sebnitz und Goßdorf-Kohlmühle. Das Unwetter wütete hier ungebremst. Schlimm steht es um die Brücken auf der Wanderwegstrasse. Diese stehen zwar noch, aber die Widerlager sind ausgespült. Die Widerlager dienen als Unterbau für Brücken. Sie bilden dabei den Übergang zwischen der eigentlichen Brücke und dem Erddamm. Wer hier lang will, sollte auf jeden Fall festes Schuhwerk mitbringen und sich auf erschwerte Bedingungen einstellen, nicht nur auf dem Sebnitztalwanderweg. Zerstört wurde in und um Hohnstein noch mehr. Bürgermeister Daniel Brade (SPD) geht von Schäden in Höhe von etwa von bis zu 750.000 Euro aus.

Brücken haben dem Wasser standgehalten

Die Bilder von 2021 und 2010 gleichen sich. Damals im August hatte ebenfalls ein schweres Unwetter die Sächsische Schweiz und eben auch den Sebnitztalwanderweg getroffen und schwere Schäden an den Brücken angerichtet. Bis 2010 wurden diese immer mal wieder repariert. Die Fluten damals rissen einige endgültig mit weg. Von den acht Brücken mussten sieben komplett neu gebaut werden. Nur eine der acht Brücken, die dritte von Kohlmühle aus, blieb stehen und konnte repariert werden. Die Kosten für die Wiederherstellung der Brücken und des Weges beliefen sich damals auf insgesamt 390 700 Euro. Einen Großteil davon, nämlich 324 000 Euro, gab 2010 der Freistaat Sachsen dazu. Den Rest der Gesamtsumme, also 66 700 Euro, musste die Kommune selbst tragen.

Wie nun die neuerlichen Schäden bezahlt werden, ist noch ungewiss. Die Stadt hat zumindest ein Ingenieurbüro damit beauftragt, speziell den Zustand der Brücken im Sebnitztal zu untersuchen. Erst dann steht fest, wie hoch der Schaden überhaupt ist und wie er möglicherweise auch behoben werden kann. Sollte hier wieder ein Eingriff ins Bachbett notwendig werden, muss die Schonzeit der Fische beachtet werden. Regulär dürfte dann erst ab dem 1. Mai 2020 gebaut werden, wenn die Schonzeit für die Fische alljährlich endet. Gesperrt ist der Sebnitztalwanderweg offiziell nicht. Wer ihn nutzt, sollte aber vorsichtig sein und zur Not wieder umkehren.

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