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Hohnstein: Brückensanierung in Sicht

Die obersten Naturschützer genehmigen die Bauarbeiten im Schindergraben. Damit wird Hohnsteins beliebter Wanderweg wieder etwas sicherer.

Spätestens im Herbst sollen die Brücken im Schindergraben saniert werden.
Spätestens im Herbst sollen die Brücken im Schindergraben saniert werden. © Daniel Schäfer

Aufatmen in Hohnstein. Die Stadt kann die Brücken am beliebten Wanderweg von Hohnstein ins Polenztal, dem Schindergraben, sanieren lassen. Das war bis vor Kurzem noch ungewiss. Denn ein wichtiges Dokument fehlte. Die obere Naturschutzbehörde hat die Genehmigung für die Bauarbeiten im Schindergraben erteilt.

Um die Sanierung tatsächlich anzugehen, ist die Stadt auf Fördermittel angewiesen. Zuschüsse aus dem Wegesanierungsprogramm des Freistaates hatte die Stadt aber nicht bekommen, vor allem wegen der Eigentumsverhältnisse. Die eine Seite des Weges gehört Hohnstein, die andere Seite dem Sachsenforst. Der Weg hätte als Ganzes gewidmet werden müssen. Das Problem als solches konnte nicht gelöst werden.

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Kunststoff statt Holz

Die Stadt Hohnstein hatte in ihrem Haushaltsplan bereits 35.000 Euro für den Wanderweg eingestellt. Von dem Geld sollten Brücken aus Kunststoff gebaut werden. Die Gesamtkosten dafür hätten das Budget der Stadt aber bei Weitem überstiegen. Aus diesem Grund beantragte die Stadt Zuschüsse aus dem Leader-Programm. In einem ersten Anlauf wurden die jedoch abgelehnt. Inzwischen hat das Leader-Regionalmanagement die Sanierung der Stege und Brücken für eine Förderung empfohlen. Die Stadt hatte sich weiter darum bemüht.

Doch da die Brücken im hochsensiblen Naturschutzgebiet liegen, musste der Bau erst genehmigt werden. "Damit kann nun der bereits im letzten Jahr eingereichte Förderantrag für die Leader-Mittel im Landratsamt abschließend bearbeitet werden", sagt Hohnsteins Bürgermeister Daniel Brade (SPD). Er rechnet mit einer Umsetzung noch im Oktober dieses Jahres.

Damit kann die Stadt ein weiteres Kapitel am Schindergraben schließen. Die Sanierung der Brücken ist schon seit Jahren geplant, konnte aber bislang nie umgesetzt werden. Mit der Variante aus Kunststoff hatte man in Hohnstein bereits gute Erfahrungen sammeln können. Nach dem Hochwasser 2010 an der Sebnitz wurden entlang des Sebnitztalwanderwegs die zerstörten Brücken aus länger haltbarem Kunststoff neu errichtet. Dazu kommt, dass auf diese Weise auch die Wartungsarbeiten reduziert werden können.

Startkapital von Dresdner Laufszene

Als Startkapital gab es für die Stadt Hohnstein bereits im November 2018 sogar eine Spende in Höhe von 2.700 Euro aus dem Erlös des ersten Adventure-Walk. Den Organisatoren von der Laufszene Sachsen war bei der Begehung der schlechte Zustand der Steige im Schindergraben aufgefallen. Deshalb hatte man schnell entschieden, einen Teil des Erlöses für die Sanierung der vier Brücken beziehungsweise Stege zu spenden, sozusagen als erstes Startkapital.

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