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Sebnitz

Wackelt das Dorfzentrum?

Im Hohnsteiner Ortsteil Ehrenberg ist ein ehrgeiziges Projekt geplant. Um das umzusetzen, wird woanders gestrichen.

Die Sporthalle unterhalb der Grundschule in Ehrenberg sollte Gemeindezentrum werden. Doch jetzt fehlt das Geld dazu.
Die Sporthalle unterhalb der Grundschule in Ehrenberg sollte Gemeindezentrum werden. Doch jetzt fehlt das Geld dazu. © Daniel Schäfer

Die Anwohner der Hinteren Dorfstraße in Ulbersdorf müssen noch weiter auf eine Sanierung der Trasse warten. Die kommt sicherlich nicht vor 2023. Solange werden sie wohl auch bei Starkregen noch den Schlamm aus ihren Grundstücken schippen müssen. In Geduld üben sie sich schon länger. Denn der Ausbau der Hintere Dorfstraße stand schon mehrmals im Haushaltsplan der Stadt Hohnstein, zuletzt für 2021. Aktuell wird das Vorhaben nun verschoben, weil die Stadt für den Bau keine Fördermittel bekommt. Kein Zuschuss, kein Ausbau, so ist der Deal.

Von dem könnten jetzt aber die Einwohner von Ehrenberg profitieren. Das bislang nur wenig genutzte Untergeschoss der Turnhalle soll in ein Gemeinschaftszentrum umgebaut werden. Dort können sich dann Vereine und Einwohner treffen. Bislang stand dafür die Alte Schule zur Verfügung. Die Stadt will das Objekt abstoßen. Deshalb gab es auch die Idee, die Turnhalle umzubauen. Ebenfalls ein ehrgeiziges Projekt, welches aber auf Zustimmung gestoßen ist. Doch schon jetzt steht fest, die Baukosten und damit auch die Eigenmittel der Stadt Hohnstein fallen höher aus, als geplant. Die geplanten Investitionskosten liegen aktuell bei 242.000 Euro, 20.000 Euro mehr als geplant. Dazu kommt, dass es statt der erhofften 166.500 Euro an Zuschüssen aus dem Leader-Programm nur 125.000 Euro geben wird. Macht unter Strich einen Eigenkapitalbedarf der Stadt von 117.000 Euro aus, 62.000 Euro mehr als vorgesehen.

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Ulbersdorf muss sich gedulden

Wackelt nun das gesamte Projekt oder kann Geld von woanders abgezwackt werden? Nun kommen eben die Anwohner der Hinteren Dorfstraße ins Spiel. Ursprünglich sollte der Weg 2021 ausgebaut werden. Bis dahin sind aber keine Fördermittel in Aussicht. Und deshalb sollen nun die für den Straßenbau geplanten Eigenmittel in Höhe von 61.900 Euro für das Gemeinschaftszentrum in Ehrenberg umgerubelt werden. Der Plan von Bürgermeister Daniel Brade (SPD) fand im Stadtrat auch Zustimmung. Selbst Ulbersdorfs Ortsvorsteher Ralph Lux (UWV) hatte nichts dagegen.

Allerdings sah er die Hoffnung für die Ulbersdorfer schwinden und wollte deshalb definitiv festgelegt haben, dass die Straße dann 2023 gebaut wird. "Bei Regen werden die hinteren Grundstücke überflutet, Steine auf die Straße gespült und das schon seit vielen Jahren", klagt er. Noch weiter hinausschieben könne man die Sanierung nun wirklich nicht. Das konnten seine Stadtratskollegen auch verstehen. Allerdings wollten sie sich nicht festnageln lassen, aus Sorge, das könne nun mit jedem verschobenen Projekt so geschehen. Zumindest in der langfristigen Finanzplanung ist der Straßenausbau für 2023 aber noch mit drin.

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