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Hohnstein: Kreis-FDP fordert Geldautomat

Die Filiale ist zu. Der Geldautomat weg. Der Vorschlag der Stadt für eine Alternative wurde abgelehnt. Ganz geschlagen gibt man sich nicht.

Vor wenigen Tag ging das Licht in Hohnsteins Sparkasse ganz aus.
Vor wenigen Tag ging das Licht in Hohnsteins Sparkasse ganz aus. © Daniel Förster

Jetzt sind die Lichter in der Filiale der Ostsächsischen Sparkasse am Markt in Hohnstein endgültig aus. Selbst der für die Urlauber und Einheimischen dringend benötigte Geldautomat wurde abgebaut und der Vorschlag des Bürgermeisters, den Automaten in den Räumen der Touristinfo zu installieren und dort durch die Stadt die Nebenkosten zu übernehmen, wurde ausgeschlagen.

Zumindest die FDP-Kreistagsfraktion will nicht aufgeben. Dessen Vorsitzender und Bürgermeister von Stolpen, Uwe Steglich, fragt sich nun, was aus dem Versprechen des Vorstandsvorsitzenden Joachim Hoff geworden ist, der noch im Mai dieses Jahres verkündete: „Wir stehen zum Filialnetz, das ist unser Alleinstellungsmerkmal.“

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Kleinunternehmer setzen auf Bargeld

"Hohnstein ist eine Touristenhochburg, wie wir gerade in diesem Sommer wieder feststellen konnten. Durch ihre Lage im Nationalpark am Kerngebiet und am Malerweg wurden Hohnstein und die umliegenden Orte 2020 von Touristen, Wanderern und Erholungssuchenden regelrecht überrannt. Und auch im nächsten Jahr, nach Lockerung der Coronamaßnahmen, ist nichts anderes zu erwarten", sagt der FDP-Kreistagsfraktionschef. Denn die „Sense“, die Verbindungsstraße nach Bad Schandau, ist seit November wieder offen und auch der Basteikraxler wird ab 2021 wieder Urlauber und Wanderer nach Hohnstein bringen. Darüber hinaus wird der VVO eine neue Buslinie Bad Schandau - Hohnstein-Bastei einrichten. Die endgültige Genehmigung dafür fehlt zwar noch. Aber im neuen Fahrplan ist die Strecke bereits mit aufgenommen.

Auch im sei klar, dass viele Urlauber und Tagesgäste am liebsten mit Kredit- oder Eurocard zahlen. "Und doch gibt es immer noch viele kleine Vermieter, Geschäfte und gastronomische Einrichtungen, für welche sich Kartenlesegeräte nicht lohnen, welche daher eine Bezahlung mit Bargeld bevorzugen. Und nach getaner Arbeit müssten gerade die Besitzer dieser Geschäfte und Unternehmen das Bargeld ab sofort am Abend mit nach Hause nehmen oder noch etliche Kilometer zum nächsten Geldautomaten fahren, um dieses einzuzahlen", kritisiert er.

Die FDP-Kreistagsfraktion fordere daher nicht nur den Staat auf, sein Versprechen zu Entwicklung und Förderung der ländlichen Regionen zu halten. Dazu gehörten letztendlich der Wille und die Investitionen durch private Unternehmen, wie auch der Sparkasse. Viele kleine Unternehmer würden dies gerade in der jetzigen Zeit täglich vormachen. "Und diese haben keine so erfreuliche Wachstumsrate, wie die Sparkasse", sagt Uwe Steglich.

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