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Hohnstein startet Kasperprojekt

Lebensgroße Kasperfiguren sollen das Stadtbild aufwerten. Das ist aber noch nicht alles. Hohnstein plant eine neue Imagekampagne.

Hohnstein gibt dem Kasper ein ganz neues Gesicht. Das Projekt soll mehr Touristen anlocken - dauerhaft.
Hohnstein gibt dem Kasper ein ganz neues Gesicht. Das Projekt soll mehr Touristen anlocken - dauerhaft. © Steffen Unger

Die Stadt Hohnstein möchte im Rahmen eines neuen Projektes lebensgroße Kasperfiguren im Stadtbild aufstellen, damit die Sichtbarkeit der Figur "Hohnsteiner Kasper" erhöht wird. Nicht nur der Kasper selbst wird zum Schauobjekt. So wäre zum Beispiel die Aufstellung des Räubers vor der Sparkasse, des Kochs vor einer Gaststätte, des Krokodils oder des Wassergeistes im Polenztal und des Ritters am Ritterfelsen denkbar, hieß es. Wegen der Schließung der Bankfiliale muss aber der Räuber nun wohl einen anderen Platz erhalten. Mit dem Aufstellen der Figuren soll auch der bereits bestehende Hohnsteiner Kasperpfad erweitert und deutlich aufgewertet werden.

Unter dem Motto „Der Hohnsteiner Kasper belebt das Land – Kasperriesen, Kasperwerkstatt, Kaspermanager“ gibt die Stadt Hohnstein den Startschuss für ein neues Imageprojekt. Finanziert wird das Ganze aus der Wettbewerbsprämie "Ideen für den ländlichen Raum" des sächsischen Umweltministeriums. Gleichzeitig gibt es Fördermittel aus dem Leader-Programm. Begonnen wird mit der Erweiterung des Kasperpfades durch das Aufstellen von fünf lebensgroßen Kasperfiguren. Der Stadtrat gab unlängst grünes Licht für die außerplanmäßige Ausgabe in Höhe von 20.000 Euro, die durch den Leader-Zuwendungsbescheid mit 14.470 Euro Fördermitteln und 5.530 Euro aus der Prämie als außerplanmäßige Einnahmen gedeckt wird. Insgesamt stehen der Stadt Hohnstein 200.000 Euro als Wettbewerbsprämie zu. Diese muss mit Eigenmitteln beziehungsweise weiteren Fördermitteln untersetzt werden.

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Grünes Licht gab es durch den Stadtrat auch für den Kaspermanager. Das ist einer, der das ganze Projekt lenkt und leitet. Die Stadt Hohnstein hatte dafür die Stelle befristet auf zwei Jahre ausgeschrieben. Es gab zwei Bewerber. Die Entscheidung fiel auf Rick Bothmann, der im Rathaus bereits die Projektstelle Stadtentwicklung unter sich hat. Diese geht damit in die Verlängerung. Seine Aufgabe ist es, das Projekt bis zum 31. Dezember 2022 zu begleiten. Ziel ist dabei die Vernetzung von Bürgern, Familien, Touristen und Künstlern. Davon könnte dann auch die regionale Wirtschaft und Hohnstein als Kulturstandort profitieren.

Ein weiterer Teil des Projektes bildet die Errichtung einer neuen Kasperwerkstatt in der Innenstadt. Dafür kommen mehrere Räumlichkeiten in Frage. Diese öffentliche Schauwerkstatt soll die Geburt des Kaspers Besuchern und Touristen vermitteln, um neben der Burg Hohnstein und dem Max Jacob Theater eine weitere touristische Destination zu schaffen. Auch Schnitzlehrgänge wären denkbar, um speziell für Kinder und Erwachsene ein zusätzliches Angebot zu schaffen. Neben der Werkstatt könnte in den Räumlichkeiten noch ein kleines Café inklusive eines Regionalladens dafür sorgen, den Aufenthalt in Hohnstein angenehmer zu machen.

Das allerdings dürfte tatsächlich noch Zukunftsmusik sein. Aber es gibt zumindest Ideen, wie der dritte Projektteil umgesetzt werden kann. Wie konkret das aussehen wird, soll demnächst noch vorgestellt werden. In Hohnstein sieht man mit Hilfe des Wettbewerbs aber offenbar die Chance, den bekannten Holzkopf und weitere Gesichter im Stadtbild zu platzieren, um so touristische Attraktionen zu schaffen.

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