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Sebnitz

Wie Hohnstein von Fördermitteln profitiert

Der Schlosskindergarten im Ortsteil Ulbersdorf wird derzeit erweitert. Jetzt ist sogar noch einiges mehr drin.

Der Kindergarten in Ulbersdorf ist im Schloss untergebracht. Das hat nicht nur Vorteile.
Der Kindergarten in Ulbersdorf ist im Schloss untergebracht. Das hat nicht nur Vorteile. © Steffen Unger

Der Schlosskindergarten in Ulbersdorf platzt aus allen Nähten. Die Räume sind zu klein. Dazu kommt ein schlechter baulicher Zustand. Nicht nur, dass es ziemlich muffig in dem alten Gemäuer riecht. An der Decke zeigen sich Risse, der Fußbodenbelag ist abgenutzt. Deshalb hat die Stadt Hohnstein nun Konsequenzen gezogen.

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Insgesamt können im Schlosskindergarten 30 Kinder betreut werden, darunter zehn Krippenkinder. Der Träger, der ASB-Ortsverband Neustadt, bemängelte schon vor einiger Zeit das räumliche Problem und wollte gar sechs Plätze streichen. Dem wollte die Stadt zuvorkommen. Und deshalb wurde 2019 beschlossen, den Kindergarten zu erweitern.

Eine frei gewordene Wohnung konnte der Kita zugeschlagen werden. In einem ersten Bauabschnitt wird die Kindereinrichtung nun so erweitert, dass hier auf jeden Fall zehn Krippenkinder bei ausreichend Platz betreut werden können. Bereits bei der Planung dafür hatte man in Hohnstein damit geliebäugelt, auch die Bestandskita mit zu modernisieren. Allerdings reichte das Geld dafür nicht aus.

Wohnortnahe Betreuung gesichert

Doch nun kann Hohnstein von dem Leader-Programm "Vitale Dorfkerne und Ortszentren" profitieren. Insgesamt 176.061 Euro bekommt Hohnstein an Fördermitteln. Ein entsprechender Bescheid liegt bereits im Landratsamt. Damit ist es nun möglich, die Kita generell auf Vordermann zu bringen. Denn in den letzten 20 Jahren ist außer Reparaturen nicht viel passiert in den Räumen. Ganz zu schweigen vom mangelnden Brandschutz. Schon früh hatte man sich auch im Stadtrat dazu verständigt, die Kindertagesstätte zu erhalten, um damit eine wohnortnahe Betreuung der Kinder absichern zu können.

Im Zuge der Erweiterung und Modernisierung sollen noch vorhandene Barrieren abgebaut werden. Zu dem erweiterten Kindergartenbereich erfolgt der Zugang künftig von der Hofseite her. Die vorhandene Treppenanlage wird abgerissen und durch eine barrierefreie Rampe ersetzt. Mit einer zusätzlichen Wandöffnung soll nun eine Verbindung von dem erweiterten Teil zur Bestandskita geschaffen werden. Damit ist der Zugang dann generell von der Hofseite barrierefrei möglich.

Bei geschätzten Baukosten in Höhe von 234.748 Euro muss die Stadt einen Eigenanteil in Höhe von rund 58.600 Euro aufbringen. Der Stadtrat stimmte dem zu.

Insgesamt hält die Gemeinde 62 Krippenplätze vor. In diesem Jahr werden 24 Kinder bis zu einem Jahr und 46 im Alter zwischen einem und drei Jahren in Hohnsteiner Einrichtungen betreut. Damit dürfte zumindest für das kommende Jahr diese Altersgruppe Platz in den Krippen haben. Aber in den Kindergärten könnte es künftig eng werden. 89 Plätze stehen zur Verfügung. Schon in diesem Jahr sind bereits 128 Kinder in Hohnstein und den Ortsteilen im Kindergartenalter, und in den folgenden Jahren werden es 113 beziehungsweise 106 sein. Sie alle hätten Anspruch auf einen Betreuungsplatz.

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