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Hohnstein schafft die Blaue Tonne ab

Die Altpapiercontainer wurden bislang aus Kulanz vom Entsorger mit geleert. Jetzt soll die Stadt dafür bezahlen.

Mit den Blauen Tonnen an den Containerstellplätzen in Hohnstein gab es ziemlich viel Ärger.
Mit den Blauen Tonnen an den Containerstellplätzen in Hohnstein gab es ziemlich viel Ärger. © hübschmann

War die Blaue Papiertonne im heimischen Garten voll, konnten Hohnsteiner ihr Papier und ihre Pappe bislang noch an den Containerstellplätzen zusätzlich entsorgen. Eine Möglichkeit, die viele genutzt haben. Gedacht waren die Container eigentlich nur für die Entsorgung von Pappe. Doch auch damit ist es jetzt aber Schluss. Mit knapper Mehrheit, mit fünf Ja-Stimmen und drei Nein-Stimmen wurde die Aufgabe des Angebotes der Blauen Tonnen an den Containerstellplätzen beschlossen.

"Mit der Einführung der Blauen Tonnen für alle Haushalte ist dieses Angebot teilweise aufrechterhalten worden, da nicht alle Wohngrundstücke angefahren worden. Dies hat sich zwischenzeitlich durch den Einsatz von kleineren Fahrzeugen erledigt", sagt Bürgermeister Daniel Brade (SPD). Es werden alle Haushalte angefahren. Aus Kulanz wurden die blauen Kubikmeter-Altpapiercontainer an den Containerstellplätzen regelmäßig durch den Entsorger mit entleert. Mit dem 1. Januar wechselte aber der Entsorger.

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Containerstellplätze vermüllt

Die Stadt Hohnstein wurde von dem neuen Entsorger nun aufgefordert, die Container mittels eines Transponders auf die Stadt registrieren zu lassen. Dies ging bisher ohne Registrierung. Jetzt ist die aber Pflicht. Damit wäre künftig die Stadt Hohnstein vollumfänglich zuständig. Das heißt, die Stadt müsste auch die Kosten dafür tragen. Damit fallen Behälterwechselgebühren in Höhe von 13,26 Euro pro defekter Behälter oder Transponder beziehungsweise Entsorgungskosten bei Nichtabholung an. Falsch befüllte Behälter bleiben stehen.

Das ist aber noch nicht alles. An den Containerstellplätzen gibt es offenbar Ärger mit Vermüllung. "Die Zweckentfremdung der Altpapiercontainer als Mülleimer und die ständige Überfüllung der Altpapiercontainer nahm überhand", sagt der Bürgermeister. Dazu kommt, dass in einigen Hohnsteiner Ortsteilen auch Einwohner aus anderen Gemeinden an den Plätzen anzutreffen sind. Kein Wunder, die Stellplätze sind gut zugänglich und auch für diejenigen gut zu erreichen, die jeden Tag beruflich beide Orte durchfahren. Insbesondere in Hohnstein und Hohburkersdorf nutzen fremde Dritte dieses Angebot. So wurde das zumindest beobachtet. Der Bauhof muss die Plätze stets beräumen.

Da jeder Haushalt über eine eigene Blaue Tonne verfüge und jeder die Möglichkeit habe, Papier und insbesondere großflächige Pappe auf den Wertstoffhöfen unentgeltlich abgegeben zu können, wurde das Aufgeben dieses Angebotes an den Containerstellplätzen in der Stadt Hohnstein beschlossen. Auch die Ortsvorsteher haben sich in ihren Dienstberatungen mehrheitlich für die Abschaffung dieses Angebotes ausgesprochen.

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