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Sebnitz

Hohnsteins Busplatz wird umgebaut

Der Stadtrat stimmt der Neugestaltung zu. Einige Einwände gibt es aber. Die Sorgen der Einwohner gelten eher einer alten Eiche.

Großes Ziel ist es, den Ortseingangsbereich von Hohnstein neu zu gestalten.
Großes Ziel ist es, den Ortseingangsbereich von Hohnstein neu zu gestalten. © Steffen Unger

Die große Eiche ist der Namensgeber für den Parkplatz wie auch den Busplatz in Hohnstein. Und deshalb sollte die bei der Umgestaltung des Areals unbedingt erhalten werden. Dafür haben die Hohnsteiner sogar Unterschriften gesammelt.

Eine Woche lang konnten sie selbst Einsicht in die Pläne nehmen, was die Stadt mit dem Platz an prominenter Stelle in Hohnstein so vor hat. Und das Interesse war ungewohnt groß. Insgesamt 27 Stellungnahmen sind auf dem Tisch des Bauamtes gelandet. Sie alle haben sich mit dem Gestaltungsentwurf des Ortseingangsbereiches Eiche befasst. Auch ein Papier mit 91 Unterschriften zum Erhalt der Eiche waren mit dabei.

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Geht es um Bäume, ist man in Hohnstein seit jeher sensibel. Ursprünglicher Plan der Umgestaltung war es, die Ausfahrten aus der Max-Jacob-Straße und der Schandauer Straße auf die Sebnitzer/Obere Straße neu zu bauen. Beide Ausfahrten sollten künftig rechtwinklig sein. Damit sollten auch die Sichtbedingungen für Kraftfahrer besser werden. Allerdings hätte dafür die ortsbildprägende Eiche geopfert werden müssen. Der Stadtrat hat sich dazu durchgerungen, die Eiche zu erhalten, vor allem, weil die Hohnsteiner es so wollten. Damit kann aber die Ausfahrt in diesem Bereich nicht verkehrssicherer umgestaltet werden.

Von Kreisverkehr bis Einkaufsmarkt

Ein Großteil der Hinweise haben zumindest den Erhalt der Eiche gefordert. Es gab aber auch Vorschläge für einen Kreisverkehr an der Schandauer Straße, einen Einkaufsmarkt auf dem Parkplatz Eiche. Auch die Forderung nach Reduzierung der Busstellflächen kam auf. Und es gab den Vorschlag, den Busbahnhof komplett nach außerhalb zu verdrängen. Die Offenlegung des Bachlaufes, der Gehweg an der Oberen Straße und die öffentliche Toilette im Bushäuschen waren kritische Einzelmeinungen, die sich dagegen ausgesprochen haben. Mit dem Gehweg soll es aber für die Anwohner der Oberen Straße in diesem Areal sicherer werden. Mit dem Umbau ist im Bereich der Häuser 37 bis 45 ein neuer Fußweg geplant. Die Straße muss dafür etwas verlegt werden. Hier trifft sie dann auf die nächste große Eiche. Die kann aber stehen bleiben. Damit hat der Fußweg gute Chancen.

Die Mehrheit habe die Parkflächen am Friedhof, den Erhalt des altes Bushauses und die neue Verkehrsregelung an der Schandauer Straße begrüßt, sagt der Bürgermeister. Demnach dürften an der Straße Am Stadtbad etwa 17 neue Parkflächen entstehen.

Vorgesehen ist nun, den Haltestellenbereich auf sechs Stellplätze für Busse zu erweitern. Damit kommt die Stadt Hohnstein den Forderungen des Regionalverkehrs Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (RVSOE) nach. Außerdem werden moderne Unterstände an den Haltestellen gebaut. Die gab es bislang nicht, sondern nur ein Buswartehaus. Das soll erhalten bleiben und eine öffentliche Toilette eingebaut werden. Das nächste öffentliche WC befindet sich in der Rathausstraße in der Touristinformation. Eine weitere Anlage würde damit auch mehr Service für Besucher bedeuten.

Aufgabe des Planers ist es nun, die Änderungen mit einzuarbeiten. Danach geht der Entwurf wieder zu allen möglichen Behörden, die darüber befinden und ihre Einwände geltend machen können. Demnach steht eigentlich fest, dass so schnell hier keine Baufahrzeuge anrücken werden.

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