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Ulbersdorfer Schloss-Kita muss umziehen

Der Platz wird knapp. Deshalb muss der Kindergarten erweitert werden. In einem ehemaligen Schloss ist das nicht ganz so einfach.

Noch bis Ende des Jahres ist der Schlosskindergarten in Ulbersdorf eine Baustelle.
Noch bis Ende des Jahres ist der Schlosskindergarten in Ulbersdorf eine Baustelle. © Daniel Schäfer

Schon seit einigen Wochen sind die Schlosskinder im Hohnsteiner Ortsteil Ulbersdorf praktisch Tür an Tür mit den Handwerkern. Und bis jetzt konnte man sich mit ihnen engagieren, mitunter gespannt über deren Schultern schauen und beobachten wie die neuen Krippenräume im Schlosskindergarten einmal aussehen werden.

Die Kinder brauchen dringend mehr Platz. Deshalb hatte man sich entschlossen, die frei gewordene Wohnung mit dem Krippenbereich zuzuschlagen und diesen mit allem drum und dran für die Krippenkinder auszubauen. Nun steht aber der zweite Bauabschnitt bevor. In diesem soll der Altbestand umgebaut und saniert werden.

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Aus diesem Grund müssen die Kinder nun tatsächlich ausziehen. Und das gestaltet sich offenbar gar nicht so einfach. Zunächst wollte man in den Spiegelsaal des Ehrenberger Landservice ziehen. Ein unkomplizierter Plan, der aber so nicht aufgegangen ist. Die Auflagen des Landratsamtes wären viel zu hoch gewesen, um diese auch zu erfüllen.

Umbau ein finanzieller Kraftakt

Eine Lösung wurde inzwischen gefunden. Die Ulbersdorfer Familien und ihre Kinder werden von September bis Dezember in der Kindertagesstätte Traumzauberland im Ortsteil Ehrenberg betreut. Dazu wird auch das gesamte Personal mit umziehen. Und das Gute an der Sache: Die Kinder lernen sich untereinander besser kennen und finden vielleicht sogar neue Freunde. Sind die Bauarbeiten abgeschlossen, dürfen sie dann wieder zurück in ihre neue umgebaute Kita. Noch ist es aber nicht so weit. Denn in den Räumen der Kita gibt es noch viel zu tun. So muss zum Beispiel noch eine Verbindung zum neu geschaffenen und erweiterten Kita-Bereich geschaffen werden. Elektrik, Sanitär- und Heizungsanlage, Brandschutzdecken und einiges mehr müssen noch eingebaut werden.

Die Um- und Anbau der Kindertagesstätte dürfte ein weiterer finanzieller Kraftakt für Hohnstein werden. Die Kostenschätzung geht derzeit von rund 235.000 Euro aus. Das bedeutet einen Eigenanteil für die Stadt von 58.700 Euro.

Babyboom bringt Hohnstein in Bedrängnis

Insgesamt hält die Gemeinde 62 Krippenplätze vor. In diesem Jahr werden 24 Kinder bis zu einem Jahr und 46 im Alter zwischen einem und drei Jahren in Hohnsteiner Einrichtungen betreut. Damit dürfte zumindest für das kommende Jahr diese Altersgruppe Platz in den Krippen haben. Aber in den Kindergärten könnte es künftig eng werden. 89 Plätze stehen zur Verfügung. Schon in diesem Jahr sind bereits 128 Kinder im Kindergartenalter und in den folgenden Jahren 113 beziehungsweise 106. Hohnstein zieht dann in Erwägung, nicht belegte Krippenplätze für Kindergartenkinder zur Verfügung zu stellen. Das allerdings geht nur, wenn das dafür notwendige Personal vorhanden ist.

Ganz prekär wird es aber bei den Hortplätzen. In den Einrichtungen in der gesamten Gemeinde stehen 105 Plätze im Hortbereich zur Verfügung. Derzeit besuchen 87 Hohnsteiner Kinder den Hort und 19 Kinder nutzen Horteinrichtungen außerhalb Hohnsteins. Bereits im kommenden Jahr wohnen jedoch 130 Kinder im Hortalter in Hohnstein und in den darauffolgenden Jahren sind es 134 beziehungsweise 137. Aus der Statistik geht hervor, dass die Zahlen im Hortbereich etwa fünf Jahre lang ansteigen und dann wieder zurückgehen.

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